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Vergleich zum Thema "Beruf"Die Sätze des Dokumentes wurden durchnummeriert (#). Klicken Sie auf eine Nummer, um eine längeren Textausschnitt der Fundstelle angezeigt zu bekommen. Im Folgenden finden Sie Auszüge aus den Grundsatzprogrammen und Wahlprogrammen der Bundestagsparteien zum Thema "Beruf".
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Das PDF-Dokument dem die Positionen entnommen wurden finden sie unterhalb der Positionen unter [Dieses Dokument komplett als PDF].
#186
Wir stehen für eine Gleichstellungspolitik, die Frauen und Männer gleichermaßen im Blick hat.
#187Dazu gehören für uns gleiche Berufschancen, Aufstiegsmöglichkeiten und Lohngleichheit im Erwerbsleben, die Aufwertung der Familienarbeit und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
#188Die spezifischen Sichtweisen und Erfahrungen, die Frauen einbringen, sind von großer Bedeutung für unsere Gesellschaft.
#341 Eine Politik, die Menschen zu Eigenverantwortung und Solidarität motiviert, handelt sozial.
#342Durch die Länge von Schul-, Berufsausbildung und Studium rückt die Existenz- und Familiengründung zeitlich eng zusammen.
#343Gleichzeitig ruht auf der Generation der Erwachsenen eine besondere Verantwortung für das Funktionieren des Zusammenlebens der Generationen: Sie erzieht die Kinder, kümmert sich um die älteren Familienmitglieder, bringt ihren Anteil in den Generationenvertrag ein und muss im höheren Maße als früher für das eigene Alter vorsorgen.
#344Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Kernbestandteil christlich demokratischer Politik.
#345Wir wollen, dass diejenigen, die in unseren Familien Arbeit und Verantwortung übernehmen, die breite Unterstützung aus allen Teilen der Gesellschaft erfahren und in den Sozialversicherungen wie im Steuersystem besser gestellt werden.
#419 Familienwerte in diesem Sinne und aus diesen Gründen zu bewahren, ist uns eine Verpflichtung.
#420Zu dem Klima gehören auch die Anerkennung der gleichen Entfaltungsrechte der Geschlechter und der Wunsch von jungen Männern und Frauen nach Entfaltung in Familie und Beruf.
#421Familienwerte verpflichten Frauen und Männer gleichermaßen.
#422 Es ist das Ziel unserer Familienpolitik, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich möglichst viele Menschen für ein Leben mit Kindern entscheiden.
#423Es geht deshalb darum, echte Wahlfreiheit zu schaffen, damit Eltern entscheiden können, ob und wie sie Familie und Beruf miteinander vereinbaren.
#424In der bürgerlichen Familie des 21. Jahrhunderts werden sich häufig beide Eltern sowohl um die wirtschaftliche Basis als auch um die emotionale Qualität der Familie kümmern.
#438 Mehr Eltern haben dadurch die Chance, sich ihrem Kind im ersten Lebensjahr ohne finanzielle Sorgen intensiver und gemeinsam zu widmen, ohne die berufliche Perspektive aus den Augen zu verlieren.
#439In einer nächsten Stufe gilt es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch mit Blick auf die Pflege von Eltern oder Großeltern zu schaffen.
#440Pflegeleistungen und Erziehungsleistungen sind gleichermaßen als Familienarbeit anzuerkennen.
#445 Wir brauchen familiengerechte Arbeitsplätze und nicht arbeitsplatzgerechte Familien.
#446Familie und Beruf zu vereinbaren ist Aufgabe von Müttern und Vätern.
#447Partnerschaftliche Aufteilung von Erziehung erfüllt das Bedürfnis des Kindes nach Mutter und Vater und kann ein Schlüssel zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sein.
#448Väter, die die Erziehung ihrer Kinder übernehmen, müssen die gleiche gesellschaftliche Anerkennung erhalten wie Mütter.
#500 Lebenslanges Lernen wird zur besten Versicherung gegen die Wechselfälle des Lebens.
#501Wenn sich das Wissen rascher als früher erneuert und künftige Berufe anspruchsvoller werden, dann ist die Frage einer optimalen Bildung und Ausbildung die soziale Frage des 21. Jahrhunderts.
#502Um sie zu beantworten, orientieren wir uns an mehreren Leitlinien.
#565 Bildung für alle, soziale Durchlässigkeit und Spitzenleistungen sind nur denkbar mit Sprachkompetenz.
#566Sprache ist der Schlüssel für Bildung und Ausbildung, für Integration in den Beruf und in die Gesellschaft.
#567Ein zunehmender Anteil der Kinder, insbesondere mit Migrationshintergrund, verfügt nur über ungenügende Deutschkenntnisse.
#573 Wir wollen Qualifikationsvorsprünge sichern und Deutschlands Stellung als international anerkannte Talentschmiede weiterentwickeln.
#574Dieses Ziel zu erreichen, setzt ein differenziertes System von Universitäten, pädagogischen Hochschulen, Musik- und Kunsthochschulen, Fachhochschulen, Berufsakademien sowie privaten Hochschulen voraus.
#575Jeder Hochschultyp soll in seiner Entwicklung gefördert werden.
#588 Wir wollen Theorie und Praxis wieder in ein vernünftiges Gleichgewicht bringen.
#589Viele praktische Berufe brauchen in Zukunft mehr theoretisches Wissen als früher.
#590In vielen akademischen Berufen ist es von Vorteil, früher und intensiver mit der Praxis in Berührung zu kommen.
#591Wir wollen das Lernen in und mit der Praxis aufwerten.
#592Berufsakademien und Fachhochschulen sind auch deshalb eine Erfolgsgeschichte, weil ihnen diese wechselseitige Durchdringung von Theorie und Praxis, Beruf und Studium besonders gut gelungen ist.
#593Für die berufliche Bildung in Deutschland ist das duale System das Modell zur Verbindung von Theorie und Praxis.
#596 Es bietet Grundlagen für Einstiegs- und Aufstiegschancen und für das lebenslange berufliche Lernen.
#597Dabei gilt es auch, Mädchen und Jungen bei ihrer Berufsorientierung Lust auf die Vielfalt der Wege und Ausbildungsmöglichkeiten zu machen.
#598Manche junge Menschen sind nicht in der Lage, auf Anhieb eine reguläre Berufsausbildung erfolgreich zu absolvieren.
#599Ihnen wird heute zu oft bescheinigt, was sie nicht können, statt ihnen zu bescheinigen, was sie können.
#606 Die duale Ausbildung soll auch dadurch attraktiver werden, dass die Übergangsund Anrechnungsmöglichkeiten für die Zulassung von Absolventen einer beruflichen Ausbildung zum Hochschulstudium verbessert werden.
#607Junge Menschen entfalten ihre kreative Kraft, wenn sie sich am Beginn ihres Berufslebens gebraucht und ermutigt fühlen.
#608Die Rahmenbedingungen müssen deshalb so gestaltet sein, dass die privaten und öffentlichen Arbeitgeber mehr als bislang bereit sind, Ausbildungsplätze anzubieten.
#691 Insbesondere junge Menschen müssen frühzeitig an Kunst und Kultur herangeführt werden.
#692Nur so können in Zukunft Angebot und Nachfrage für künstlerische Berufe und Kultureinrichtungen nachwachsen.
#693Kulturelle Bildung muss in der Familie beginnen und darf mit der Schule nicht aufhören.
#842 Die Wettbewerbsfähigkeit eines Wirtschaftsstandorts lebt von der Dynamik seiner Unternehmen.
#843Deutschlands Wirtschaft ist begründet auf einer jahrhundertealten Tradition des Handwerks, des Mittelstands, des Handels, der Freien Berufe, der Industrie, einer gut ausgebildeten Facharbeiterschaft sowie einer wohnortnahen Versorgung einerseits und leistungsstarken, global wettbewerbsfähigen und international erfolgreichen Unternehmen andererseits.
#844Mittelständische Unternehmen, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe sowie die Freien Berufe sind das Rückgrat unserer Wirtschaft.
#845Sie schaffen den Großteil der Ausbildungs- und Arbeitsplätze.
#937 Entsteht Solidarität nicht immer wieder neu aus der Mitte der Gesellschaft heraus, wird sie eines Tages fehlen, wenn es um die Grundlagen der sozialen Sicherheit geht.
#938Ehe, Familie, Kindergarten, Schule und Berufsausbildung sind für die Lebenschancen der Menschen und für ihr späteres soziales Wohlergehen wichtiger als vieles andere.
#939Die Träger der Wohlfahrtspflege erbringen wichtige Leistungen für die Gesellschaft auf der verfassungsrechtlich legitimierten Basis der Subsidiarität.
#1291 Ehrenamtsbörsen und Freiwilligenagenturen können ehrenamtliche Tätigkeit unterstützen und organisieren.
#1292Wir setzen uns für die Anerkennung von ehrenamtlicher Arbeit und des Freiwilligenjahrs in den Berufsbiographien ein.
#1293Viele Menschen, insbesondere auch Unternehmerinnen und Unternehmer, leisten wertvolle Beiträge für unser Gemeinwohl.
#1332 Ein leistungsfähiger öffentlicher Dienst ist die Voraussetzung für eine verlässliche öffentliche Infrastruktur.
#1333Das Berufsbeamtentum bleibt für die Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben unverzichtbar.
#1334Wir wollen einen starken, aber schlanken Staat.
#279
In der Entwicklung und im Einsatz unserer Fähigkeiten entfalten wir unsere Persönlichkeit.
#280Das gilt für alle Begabungen, für alle Berufe, für den Einsatz in Familie und Ehrenamt.
#281Die Bereitschaft und die Freude an eigener Anstrengung sind eine wesentliche Voraussetzung für Selbstbewusstsein und Zufriedenheit.
#319 Hier wird Menschlichkeit gelebt.
#320Die im Berufsleben geforderte Mobilität und Flexibilität, die demographische Entwicklung und die notwendige Neuordnung des Sozialstaates machen soziale Innovationen ebenso notwendig wie technische.
#321Die CSU will neue Wege für aktives Engagement, für Gemeinschaftsleben und Zusammenhalt erschließen.
#712 Chancen für alle!
#713dend an. Die CSU arbeitet für ein leistungsorientiertes Schulsystem, eine erfolgreiche duale Berufsausbildung und eine leistungsfähige Hochschul- und Forschungslandschaft.
#714Das sind wichtige Standortvorteile.
#715 Wir fördern und unterstützen die enge Partnerschaft zwischen Betrieben und Schulen aller Bildungswege sowie die vielseitigen Angebote der beruflichen Fort- und Weiterbildung.
#716Gemeinsam mit der Wirtschaft wollen wir Voraussetzungen schaffen, damit jeder ausbildungsfähige und ausbildungswillige Jugendliche als Einstieg in das Berufsleben ein Lehrstellenangebot erhält.
#717Wir wollen die Hauptschule stärken, um die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen zu verbessern.
#910 Die Lehrkräfte brauchen aber auch wirksame Sanktionsmittel, um die lernwilligen Schüler vor Störern oder aggressiven Kindern und Jugendlichen zu schützen.
#911Lehrkräfte und Erzieher gestalten Zukunft Wir wollen den Beruf der Lehrkräfte und Erzieher weiter stärken und deren Arbeitsbedingungen verbessern, um damit eine hohe Schulqualität zu sichern.
#912Die CSU setzt dabei weiterhin auf eine fachlich und didaktisch fundierte und noch stärker praxisorientierte Ausbildung der Lehrkräfte und Erzieher.
#948 Chancen für alle!
#949Wir geben der Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher einen besonderen Stellenwert. Auf diese Weise will die Christlich-Soziale Union für alle die gleichen Bildungschancen und die gleichen Ausgangsbedingungen für den Start in das Berufsleben schaffen, um ein Abgleiten in das soziale Abseits zu verhindern.
#950Trotz der sehr unterschiedlichen demographischen Entwicklung in einzelnen Regionen will die CSU gleiche Bildungschancen für alle Schüler.
#951 Im Mittelpunkt aller unserer bildungspolitischen und strukturellen Entscheidungen im Schulwesen stehen die Zukunftschancen der Kinder mit ihren unterschiedlichen Begabungen.
#952Das gut ausgebaute Netz von Förderschulen, Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien, von Wirtschaftsschulen, Berufsschulen, Fachoberschulen, Berufsoberschulen und Fachakademien ist ein Markenzeichen der bayerischen Bildungslandschaft.
#953Ganztagsschulen ausbauen
Die CSU will den bedarfsorientierten Ausbau von Ganztagsschulen voranbringen. #959 Chancen für alle! 89 88 V.
#960Chancen für alle! Berufliche Bildung schafft Perspektiven
#961für alle Begabungen Berufliche Bildung eröffnet begabungsgerecht schulische und berufliche Entwicklungschancen und eine Alternative zum Hochschulabschluss. Diesen Weg gibt es in vielen anderen Bildungssystemen nicht.
#964 Das duale Ausbildungssystem vermittelt Praxiserfahrung und fachliches Wissen.
#965Wir wollen, dass Betriebe mit den Hauptschulen und Berufsschulen noch enger kooperieren und ihre Zusammenarbeit weiterentwickeln.
#966Unser Ziel ist, dass allen ausbildungswilligen Bewerbern ein Ausbildungsplatz angeboten werden kann.
#969 Neue Wege der Weiterbildung eröffnen
#970Angesichts einer sich ständig verändernden Arbeitswelt ist Weiterbildung Voraussetzung für beruflichen Erfolg. Die vielfältigen weiterführenden Schulen der beruflichen Bildung bieten zahlreiche Zusatzqualifikationen für einen erfolgreichen Berufsweg.
#971Wir werden alle Möglichkeiten prüfen, den Weg der beruflich Qualifizierten zu den Hochschulen weiter zu erleichtern.
#1009 Die CSU will durch Quereinstieg und späte Qualifizierung aus der beruflichen Welt sowie Teilzeit- und Zeitprofessuren neue Qualifikationszugänge eröffnen.
#1010Die akademische Qualifizierung aus anderen Ausbildungsgängen und der Berufspraxis heraus, wie duales Studium oder der Hochschulzugang für besonders qualifizierte Berufstätige, müssen weiterentwickelt werden.
#1011Begabten und leistungswilligen Menschen muss die Tür zur Weiterentwicklung über ihr ganzes Berufsleben hinweg geöffnet bleiben.
#1012Nachwuchs- und Elitenförderung dient dem Allgemeinwohl.
#1034 Familienfreundlichkeit, flexible Zeitpläne, Kinderbetreuungsangebote und besonders auch gesellschaftliche Anerkennung sind dazu dringend erforderlich.
#1035Wir wollen alles tun, damit die Verwirklichung eines Kinderwunsches für Männer und Frauen mit Studium und Beruf vereinbar ist.
#1036Angesichts der angestrebten Steigerung des Akademikeranteils in der Gesellschaft ist für die CSU insbesondere die Erhöhung des Anteils von Frauen in der Wissenschaft, vor allem an den Professuren, ein wissenschafts- und gesellschaftspolitisches Kernanliegen.
#1046 Die Lehre muss noch stärker in den Mittelpunkt des akademischen Lebens rücken.
#1047Ein akademisches Studium ermöglicht nach wie vor überdurchschnittliche Berufsaussichten.
#1048Unter dieser hochschulpolitischen Zielsetzung ist die Erhebung eines finanziellen Eigenbeitrages der Studierenden zum Gesamtaufwand ihres Studiums wissenschaftspolitisch und sozialpolitisch verantwortbar.
#1066 Chancen für alle! 97
#1067schulen Strategien zum lebenslangen Lernen entwickeln, um eine schnelle und kontinuierliche Wissensvermittlung auf höchstem Niveau sicherzustellen. Der daraus resultierende qualitative Zugewinn für die Berufstätigen sowie für die nachfragenden Unternehmen und Einrichtungen rechtfertigt angemessene finanzielle Zuwendungen für die anbietenden Hochschulen.
#1068Hochschulen mit Autonomie und Profil
Die Hochschulen haben ein hohes Maß an Eigenverantwortung, die sie aber auch übernehmen und aktiv nutzen müssen. #1284 Wir handeln für den Erhalt der natür- V.
#1285Chancen für alle! 113
#1286Pflege- und Gesundheitsberufe stärken Die Christlich-Soziale Union will im Interesse der Betreuung kranker und hilfsbedürftiger Mitbürger die Berufe der Krankenpflege und Altenpflege attraktiver machen. Berufsanerkennung und Freiberuflichkeit der Gesundheitsberufe sind zu sichern.
#1287Vorsorge, ambulante und stationäre Versorgung, Rehabilitation, Schmerztherapie und Palliativmedizin sowie häusliche und institutionelle Pflege sollen besser verzahnt werden.
#1756 Chancen für alle!
#1757V. Chancen für alle! 149
#1758muss im privaten Umfeld, in Nachbarschaft, in Schule und Beruf, im Sportverein oder in anderen sozialen und kulturellen Initiativen gelebt werden. Es muss uns allen Sorge bereiten, dass eine große Zahl von Zuwanderern nicht oder nur geringfügig integriert ist.
#2032 Verteidigung von Frieden und Freiheit ist Bürgerpflicht.
#2033Wehrpflichtige, Zeit- und Berufssoldaten sowie Reservisten leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Sicherheit und das sicherheitspolitische Bewusstsein in unserer Gesellschaft.
#2034Die Soldatinnen und Soldaten leisten ihren Auslandseinsatz im Auftrag des deutschen Volkes für unsere Sicherheit, für Frieden, Menschenrechte und Demokratie.
#64
Die Gefälligkeitspolitik trifft keine Vorsorge für Bedürftigkeit, sondern bedient die Bedürfnisse von Interessengruppen.
#65Jede Berufsgruppe erhält eine Sondervergünstigung, jeder Wechselfall des Lebens wird mit einer staatlichen Versicherung versehen.
#66Der Staat ist zu einer Agentur für die Bedienung von Klientelinteressen und die Versicherung privater Lebensrisiken geworden.
#172 Noch nie gab es so viel Anfang.
#173Weitreichende Veränderungen unserer Kultur, insbesondere im Verhältnis von Bildung und Arbeit, Freizeit und Familie, Beruf und Alter, Staat und Gesellschaft sind bereits deutlich erkennbar.
#174Die Globalisierung als der Charakterzug des Wandels läßt durch Internationalisierung des Wissens und Wirtschaftens die nationalen Grenzen hinter sich.
#219 P.
#220unterstützt alle Maßnahmen, die es Frauen und Männern erleichtern, Familie und Beruf selbstbestimmt und sinnvoll zu verbinden.
#221Die gleichgewichtige Repräsentanz von Frauen und Männern in allen Gremien der Gesellschaft ist anzustreben.
#372 Gleichzeitig erlaubt sie eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung.
#373Beides verbessert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, auch für Alleinerziehende.
#374Ebenso eröffnen sich für Körperbehinderte neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
#547 Gezielte Angebote für besonders Begabte sowie Lernschwache sind in der allgemeinen wie der beruflichen Bildung zu verstärken.
#548Die Zugangsbeschränkungen in Deutschland durch formale Bildungsabschlüsse bei Einstieg und Aufstieg im Berufsleben widersprechen der offenen Bürgergesellschaft.
#549Im Öffentlichen Dienst, aber auch in der privaten Wirtschaft ist eine Neuorientierung hin zu durchlässigen Einstiegs- und leistungsabhängigen Aufstiegschancen nötig.
#698 Freiheit wird auch von einem unfinanzierbaren Staat bedroht, der mit immer mehr Steuern und Abgaben, immer mehr Bürokratie und Verwaltung die Freiheit und Verantwortungsbereitschaft einschränkt.
#699Hierzu ist das Berufsbeamtentum für alle nicht hoheitlichen Aufgaben des Staates abzuschaffen.
#700Liberale wollen den geordneten Rückzug aus dem überschuldeten Staat.
#83
Aber noch immer ist die gleiche Definitionsmacht von Frauen und Männern für die gesellschaftliche Entwicklung nicht verwirklicht.
#84Vereinbarkeit von Familie und Beruf für beide Geschlechter ist nicht gewährleistet.
#85Solange es ein Gefälle in der Verteilung von Machtpositionen, Einkommen und Zeit zu Lasten von Frauen gibt, ist diese Gerechtigkeitsfrage ungelöst.
#240 Die Lebensentwürfe von Frauen haben sich in den letzten Jahrzehnten enorm verändert.
#241Moderne Lebensentwürfe, die Berufstätigkeit und Familie gleichermaßen als selbstverständlich begreifen, haben sich durchgesetzt.
#242Dennoch sind Hierarchien und Machtunterschiede zwischen den Geschlechtern längst nicht beseitigt.
#247 Den Veränderungen in den persönlichen Vorstellungen von privaten und gesellschaftlichen Geschlechterarrangements stehen beharrliche, männlich geprägte gesellschaftliche Strukturen, kulturelle Muster und Einstellungen gegenüber.
#248Die Politik basiert noch oft auf Leitbildern von sozialer Arbeitsteilung, Familie und Berufsbiografien, die den Lebensvorstellungen von Frauen nicht entsprechen.
#249Trotz aller Fortschritte ist die Selbstbestimmung der Frauen und die gleichberechtigte Teilhabe am ökonomischen, sozialen und politischen Leben noch nicht erreicht – das gilt im nationalen wie im internationalen Maßstab.
#653 Dazu gehört aber auch der Zugang zu Aus- und Weiterbildung und zur Existenzgründung.
#654Hürden für den Berufszugang und ausgrenzende Regelungen gegenüber Migrantinnen und Migranten wollen wir beseitigen.
#655Lang andauernde Erwerbslosigkeit schafft Ausgrenzung und Armut.
#919 Das bringt auch Chancen, aber es verlangt hohe räumliche und soziale Veränderungsbereitschaft von den Menschen.
#920Dabei muss bündnisgrüne Politik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Notwendigkeit aktiven Engagements in der Bürgergesellschaft vorrangig Rechnung tragen.
#921Immer mehr Bürgerinnen und Bürger leben in Furcht vor Arbeitslosigkeit und Armut.
#1016 Die Arbeitsgesellschaft wird sich weiter wandeln.
#1017Mit der Entwicklung der neuen Medien und neuer Berufsfelder wird sich auch die Struktur der Arbeit weiter verändern.
#1018Daher ist es notwendig, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass die Arbeitsgesellschaft der Zukunft nicht zu einer gänzlich entfremdeten Gesellschaft führt, in der das Zusammenleben der Flexibilisierung am Arbeitsmarkt untergeordnet wird.
#1068 Es braucht eine langfristige Qualitätsoffensive, die den Anforderungen an kindgerechte Betreuung, vorschulische Bildung und Wertevermittlung gerecht wird.
#1069Das Leben mit Kindern darf nicht automatisch auch das Ausscheiden eines Elternteils aus dem Berufsleben erfordern.
#1070Lebensjahr durchsetzen.
#1140 Ein Aufbruch in eine kinderfreundliche, nachhaltige Gesellschaft lässt sich nur durch eine ressortübergreifende Initiative verwirklichen.
#1141Für die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf ist dies erste Voraussetzung, aber auch das Engage-
#1142ment von BürgerInnen und Unternehmen ist gefragt, zum Beispiel durch Familienfreundlichkeit im Betrieb für Väter und Mütter . Wir wollen das Zusammenleben mit Kindern auch ganz praktisch und finanziell erleichtern, indem wir mit einem Modell der Kinderkasse Bürokratie abbauen und mehr Transparenz schaffen für die, die Hilfe benötigen.
#1162 Damit dies nicht zu besonderem gesellschaftlichen Druck auf sie führt, muss sich unsere Gesellschaft entsprechend weiter wandeln.
#1163Die Öffnung eines breiten Berufsspektrums auch für Mädchen muss weiter vorangetrieben werden.
#1164Die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellt gerade für junge Frauen und Männer einen ernst zu nehmenden Hinderungsgrund für ihre Karrieren dar.
#1165Es fehlt in Deutschland an kultureller Akzeptanz und sozialer Unterstützung für erwerbstätige junge Mütter und Väter.
#1170 Frauen verdienen im Durchschnitt immer noch weniger als Männer und haben geringere Aufstiegschancen.
#1171Die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellt einen ernst zu nehmenden Hinderungsgrund für Karrieren dar.
#1172Erziehungsarbeit als wichtige gesellschaftliche Aufgabe benötigt mehr Anerkennung.
#1182 Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern in der Wirtschaft verlangt auch das Verbot jeder Form von Diskriminierung und eine Politik der Frauenförderung, die der Staat im eigenen Bereich, aber auch in der Wirtschaft insgesamt verfolgt.
#1183Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer ist ebenso eine Frage der Gerechtigkeit wie der ökonomischen Dynamik.
#1184Erziehungsarbeit als gleichwertige gesellschaftliche Aufgabe benötigt mehr finanzielle und gesellschaftliche Anerkennung.
#1352 Nur eine Kombination aus gesetzlicher Rentenversicherung und privater Vorsorge kann Beitragsstabilität und gleichzeitig eine Altersversorgung gewährleisten, die den Lebensstandard sichert.
#1353Langfristig ist die gesetzliche Rentenversicherung für alle Berufsgruppen und Einkommensarten in Form einer Bürgerversicherung zu entwickeln.
#1354Die Grundsicherung für Seniorinnen und Senioren kann in ein solches System integriert werden.
#1365 Ihre Arbeitsbedingungen müssen entscheidend verbessert werden.
#1366Ein gemeinsames Berufsbild „Pflege“ durch die Einbeziehung ver-
#1367schiedener Berufsfelder und Qualifikationen ist ein entscheidender Schritt. Die Finanzierungsgrundlage für die Pflege muss deutlich erweitert werden, damit sie den Anforderungen einer menschenwürdigen Pflege gerecht werden kann.
#1373 Mit dem Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft vollzieht sich ein tiefgreifender gesellschaftlicher Wandel.
#1374Er erfasst Arbeitswelt und Beruf, das gesellschaftliche Leben, die politische Kultur und damit die Möglichkeiten politischer Teilhabe.
#1375Er ist begleitet von rasanten Veränderungen der Informations- und Kommunikationsverhältnisse.
#1405 Die Verarbeitung von Eindrücken, Informationen, Ideen, Normen und Wertvorstellungen macht Wissen aus.
#1406Ständiges Lernen wird zu einer wesentlichen Voraussetzung, um im Beruf, als Staatsbürger, als Konsument, in der Familie – wo auch immer – bestehen zu können.
#1407Bildung und Beruf verschränken sich miteinander oder wechseln sich in rascher Folge ab.
#1408Erstausbildung und Weiterbildung, Erst- und Zweitstudium lösen sich in neuen integrierten Formen und Konzepten des Lebensbegleitenden Lernens auf.
#1413 In dem Maße, in dem in unserer Gesellschaft Wissen zum Schlüssel für die beruflichen Chancen und gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten wird, gewinnen Bildung, Ausbildung und Weiterbildung an Bedeutung.
#1414Damit werden der Zugang zu Bildung und der souveräne Umgang mit dem explodierenden Wissen zentral für die Verteilung von Berufs- und Lebenschancen.
#1415Eine Politik für soziale Gerechtigkeit muss daher aufmerksam sein für ungleiche Verteilung von Bildungschancen.
#1483 Ein ist ohne das Bildungspotenzial
#1484von Frauen ebenso wie von Männern nicht möglich. Obwohl Frauen in den herkömmlichen Bildungsabschlüssen überproportional gut und häufig abschließen, sind ihnen viele Berufsbereiche und Führungspositionen nach wie vor verschlossen.
#1485Die Durchsetzung von Geschlechtergerechtigkeit muss deshalb zum Qualitätsmerkmal der Bildungsreform wie der Bildungsinstitutionen werden.
#1491 Die Förderung der Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten der jungen Menschen über den derzeitigen Unterrichtsrahmen hinaus ist sozialpolitisch geboten.
#1492Sie ist zugleich eine Voraussetzung für Eltern, um Beruf und Familie zu vereinbaren, und ein Beitrag zur
#1493Qualitätsverbesserung von Schulen. Wir wollen daher die Schule für den ganzen Tag als ein offenes Haus des Lernens und der Begegnungen, die Kindern und Jugendlichen vielfältige Lernerlebnisse, Anregungen und soziale Kontakte ermöglicht.
#1519 Um diese unterschiedlichen Bildungszeiten besser als heute miteinander verknüpfen zu können, treten wir für eine bessere Verzahnung der Erst- und Weiterbildung sowie für eine bessere Durchlässigkeit zwischen den Bildungseinrichtungen ein.
#1520Auch die Berufsausbildung muss sich den veränderten Bedingungen sich ständig wandelnder Anforderungen und Berufsbilder stellen.
#1521Daher soll sich die berufliche Bildung zukünftig als „Baukastensystem“ aufbauen, dessen Elemente sowohl in der ersten Phase beruflicher Grundbildung als auch in der Weiterbildungsphase absolviert werden können und bis hin zur Meisterprüfung neu organisiert werden.
#1522 Die berufliche Erstausbildung muss sich, damit sie Nachhaltigkeit hat, auf Kernqualifikationen konzentrieren. Das heißt, sie hat sicherzustellen, dass berufliche und berufsübergreifende Kompetenzen gemeinsam die Grundlage schaffen, um sich im Beruf selbständig zurechtzufinden, die Tätigkeiten und ihre Folgen gesellschaftlich zu reflektieren, das erworbene Wissen zu transferieren und ständig zu aktualisieren.
#1524Es ist Aufgabe der Betriebe, Spezifizierungen vorzunehmen für die konkrete betriebliche Alltagspraxis.
#1538 Sie befähigen Studierende komplexe Sachverhalte zu durchleuchten und innovative Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
#1539Eine Engführung der Hochschulausbildung auf einzelne Berufsbilder steht dem entgegen.
#1540Eine stärkere Modularisierung des Studienangebots erlaubt den Studierenden eine flexiblere Gestaltung ihres Studiums, erleichtert den interdisziplinären Zuschnitt der Ausbildung und stärkt die Hochschulen als Standorte der Weiterbildung.
#1559 Qualifizierung muss integraler Bestandteil von Programmen der Arbeitsmarktpolitik und der Wirtschaftsförderung werden.
#1560Es geht darum, den Menschen zu ermöglichen, ihre Beschäftigungsfähigkeit und Berufskompetenzen selbst weiterentwickeln zu können und dabei möglichst praktische Erfahrungen an konkreten Aufgaben zu gewinnen und nicht, möglichst viele Menschen in „Maßnahmen unterzubringen“.
#1561Deshalb setzen wir uns für erweiterte Lernmöglichkeiten am Arbeitsplatz ein.
#1577 In sozialer Hinsicht ist es nicht akzeptabel, dass im Vorschulbereich eine höhere private Mitfinanzierung gefordert wird als in anderen Bereichen.
#1578Berufliche Ausbildung darf gegenüber anderen Ausbildungen nicht benachteiligt werden.
#1579In der Haushaltspolitik müssen Bildungsausgaben als Investition in die Zukunft Priorität haben.
#2061 Die rechtliche Gleichstellung der Frau wurde größtenteils erreicht.
#2062Der Anspruch auf moderne Lebensentwürfe, die Familie und Beruf miteinander vereinbaren, ist für Mädchen und Frauen selbstverständlich geworden.
#2063Viele Mädchen und Frauen nutzen heute sehr selbstbewusst die persönlichen und beruflichen Optionen, die die Frauenbewegung in den vergangenen Jahren aktiv erstritten hat.
#2069 Politik und Wirtschaftsleben basieren immer noch stark auf den tradierten Leitbildern der geschlechtlichen Arbeitsteilung.
#2070Dies zwingt Frauen, zwischen Kindern und Familienbindung und Beruf zu entscheiden oder fortdauernde Mehrfachbelastung auf sich zu nehmen.
#2071Soziale Spaltungen in unserer Gesellschaft zwischen Arm und Reich, Einheimischen und MigrantInnen, Jungen und Alten werden zusätzlich von der sozialen Ungleichheit zwischen Frauen und Männern überlagert.
#2107 Die eigenständige ökonomische Situation von Frauen muss gefördert werden, um dadurch sowohl ihre familiäre und partnerschaftliche als auch ihre gesellschaftliche Entscheidungs- und Definitionsmacht zu stärken.
#2108Parallel dazu brauchen wir ausreichende, verlässliche Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Verständnis im Arbeitsleben für
#2109die Pflichten von Eltern, damit Frauen und Männer, die mit Kindern leben wollen, sich nicht zwischen Kindern und Beruf oder Karriere entscheiden müssen. Sie brauchen die Möglichkeit beides zu vereinbaren.
#2110Teilen ist nicht nur in Beruf und Arbeit und in politischen Ämtern notwendig.
#2111Teilen ist ebenso in unbezahlter Arbeit, in der Kindererziehung, in der Fürsorge für andere und im Engagement für soziale Beziehungen wichtig.
#2178 Männer übernehmen die Hälfte der Ver-
#2179antwortung. Auch wenn durch die Emanzipation der Frauen in den letzten Jahren viel bewegt und verändert wurde und viele Mädchen und Frauen heute sehr selbstbewusst ihren Platz im Beruf und im öffentlichen Leben erobert haben, werden Wirtschafts- und Arbeitswelt, ebenso wie Politik und Gesellschaft nach wie vor noch sehr stark von den traditionellen Geschlechterverhältnissen bestimmt: den Männern die herrschenden Rollen, den Frauen die dienenden Aufgaben.
#2180Mit der Einführung der Frauenquote und der Mindestparität ist unsere Partei einen wichtigen Schritt vorausgegangen.
#2185 Die gerechte Teilhabe beider Geschlechter an allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufgaben voranzutreiben, ist Ziel bündnisgrüner Politik.
#2186Wir wollen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass im Alltagsleben Bildung, Berufsarbeit und Sorgearbeit gleichermaßen zwischen Frauen und Männern aufgeteilt wird.
#2187Durch Gesetze, Dialog und Überzeugungsarbeit wollen wir in Politik und Gesellschaft die Weichen zur Durchsetzung von Geschlechtergerechtigkeit stellen.
#316
In der Konsequenz entwerfen wir eine positive Gleichstellungspolitik für Frauen, die den Zugang zu gesellschaftlichen Entscheidungen ermöglicht, ohne ihnen Lebensformen aufzudrängen, die sie mit Verzicht auf persönliche Entfaltungsmöglichkeiten bezahlen.
#317Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist mehr als eine frauenpolitische Forderung nach Anerkennung fachlicher Kompetenzen.
#318Es geht dabei sowohl für Männer als auch für Frauen um nicht weniger als ein Umdenken und Neubewerten von gesellschaftlicher Arbeit - ob am Computer, im Haushalt, an der Werkbank, auf dem Spielplatz oder bei der Pflege von Angehörigen.
#401 Die Bundeswehr darf nicht weiter für Militärinterventionen im Ausland eingesetzt werden.
#402Aufgrund vielfältiger Erfahrungen ist die Frage, ob internationale Militäreinsätze im Auftrag und unter Kontrolle der UN - wenn es sich um Kampfeinsätze mit Berufung auf Kapitel VII der UN-Charta handelt - unter den gegenwärtigen Bedingungen in regionalen Kriegs- und Bürgerkriegskonstellationen zu einer Rückkehr in eine friedliche Entwicklung beitragen, zu verneinen.
#403Die Nutzung von Militärbasen auf dem Boden Deutschlands und in der EU für Aggressionskriege und menschenrechtsfeindliche Verschleppungen muss beendet werden.
#107
Qualifikation und Wissen werden immer wichtiger.
#108Neue kreative Berufe entstehen.
#109Das traditionelle Normalarbeitsverhältnis – unbefristet und mit geregelten Arbeitszeiten – verliert an Bedeutung.
#129 Rechtliche Gleichheit bedeutet noch keine Gleichstellung.
#130Gerade in Berufs- und Arbeitswelt bestehen alte Benachteiligungen fort.
#131Immer noch ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ganz überwiegend ein Problem der Mütter, verdienen Frauen weniger als Männer, verlieren Frauen leichter ihre Arbeitsplätze und sind häufiger von Armut bedroht.
#132Die Lebenserwartung in Deutschland steigt.
#225 Jeder Mensch ist zur Freiheit berufen und befähigt.
#226Ob er dieser Berufung entsprechend leben kann, entscheidet sich in der Gesellschaft.
#227Er muss frei sein von entwürdigenden Abhängigkeiten, von Not und von Furcht, und er muss die Chance haben, seine Fähigkeiten zu entfalten und in Gesellschaft und Politik verantwortlich mitzuwirken.
#274 Die Menschen verlangen intakte Gemeinschaften, in denen es friedlich und solidarisch zugeht, in denen gleiche Chancen und Rechte gelten, auch zwischen den Geschlechtern.
#275Die Menschen suchen Anerkennung, das Gefühl, gebraucht zu werden, nicht nur im Beruf.
#276Sie leben in und von den Beziehungen in der Familie, zu Partnern, Kindern und Freunden.
#587 Für religiös begründeten Extremismus ist in unserem Land kein Platz.
#588Menschenrechte lassen sich auch durch Berufung auf religiöse Regeln oder Traditionen nicht außer Kraft setzen, hier liegt die Grenze unserer Toleranz gegenüber anderen Kulturen.
#589Integration und Einwanderung
Deutschland ist Einwanderungsland. #663 Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen wandelt sich.
#664Immer mehr Frauen und Männer wollen Beruf und Familienaufgaben partnerschaftlich teilen.
#665Rechtliche Gleichstellung ist noch keine tatsächliche Gleichstellung.
#666 Deshalb brauchen wir eine aktive Frauenförderung genauso wie das Gender Mainstreaming, das jede politische Entscheidung auf ihre Auswirkungen auf das Leben von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen überprüft und wo nötig verändert.
#667Insbesondere in der Berufs- und Arbeitswelt bestehen alte Ungleichheiten fort.
#668Die Schlüsselpositionen in Wirtschaft und Gesellschaft werden ganz überwiegend von Männern besetzt.
#672 Eine partnerschaftliche Teilung der Aufgaben zwischen Frauen und Männern ist noch nicht die Regel.
#673Ein Großteil der Familienarbeit wird auch heute noch von den Frauen geleistet, oft zusätzlich zu ihrer Erwerbsarbeit, was eine tatsächliche Gleichstellung im Berufsleben erschwert.
#674Allzu oft sind Frauen vor die Alternative gestellt: Verzicht auf Kinder oder Verzicht auf Beruf.
#675Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie soll mit einem flächendeckenden und bedarfsgerechten Ausbau von Betreuungseinrichtungen für Kinder sowie durch die Absicherung von Erziehungsphasen verbessert werden.
#676In verschiedenen Lebensphasen sind Frauen und Männer unterschiedlich gefordert: Ob berufliches Fortkommen, Erziehung von Kindern, Pflege von Angehörigen oder Qualifizierung, politisches oder bürgerschaftliches Engagement – sie müssen dafür Zeit haben.
#677Wir wollen die Arbeitswelt durch flexible Arbeitszeiten so gestalten, dass Beruf und Privatleben in eine Balance zu bringen sind.
#678Wir wollen mehr Zeitsouveränität für Frauen und Männer.
#880 Arbeit gehört zum menschenwürdigen Leben, aber sie muss auch menschenwürdig sein.
#881Wir wollen Arbeit, die gerecht entlohnt wird, die Teilhabe an den sozialen Sicherungssystemen voll ermöglicht, Anerkennung bietet, nicht krank macht, die erworbene Qualifikationen nutzt und ausbaut, demokratische Teilhabe garantiert und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht.
#882Gute Arbeit umfasst auch selbstständige Erwerbsformen.
#892 Durch Befristungen, Unternehmensausgliederungen, Leiharbeit und die massive Zunahme niedrig entlohnter Beschäftigung ist Arbeit für viele keine sichere Lebensgrundlage mehr.
#893Die wachsende wirtschaftliche Dynamik fordert von den Menschen Arbeitsplatz- und auch Berufswechsel, vor allem aber ständiges Dazulernen.
#894Deshalb bedeutet Vollbeschäftigung heute für uns nicht die unausgesprochene Garantie, dass jeder ein Leben lang in derselben Firma denselben Arbeitsplatz hat.
#984 Wer in sozialen Einrichtungen arbeitet, hat Anspruch auf erstklassige Qualifizierung und Förderung.
#985Wer in sozialen Berufen für andere da ist, verdient Anerkennung, Respekt und faire Bezahlung.
#986Soziale Dienstleistungen müssen nicht vom Staat erbracht werden.
#1090 Unser Leitbild ist die demokratische Schule, in der die Lehrenden ebenso wie die Lernenden und deren Eltern in die Entscheidungen eingebunden sind.
#1091Moderne berufliche Ausbildung
#1092Die berufliche Erstausbildung ist eine wichtige Grundlage für den späteren Beruf. Eine breite Grundausbildung schafft die Voraussetzung für das lebenslange berufliche Lernen.
#1097 Solidarische Finanzierungsmodelle wie eine Umlage zugunsten ausbildender Betriebe müssen dabei helfen.
#1098Um allen jungen Menschen eine berufliche Erstausbildung zu garantieren, brauchen wir da, wo das duale System nicht mehr genügend Ausbildungsplätze anbietet, eine qualitativ hochwertige öffentlich verantwortete Berufsausbildung.
#1099Die allgemeine Bildung muss stärker mit der beruflichen Bildung verknüpft werden, damit Jugendliche besser auf Berufswahl und berufliche Anforderungen vorbereitet werden können.
#1100Im dualen System haben die Unternehmen die Pflicht, für die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses zu sorgen.
#1113 Wir wollen einen offenen Zugang zum Studium und den Anteil der Studierenden aus bildungsfernen Familien erhöhen.
#1114Ein Studium muss auch für die Menschen finanziell möglich gemacht werden, die sich bereits in einem Beruf qualifiziert haben.
#1115Wir sprechen uns gegen Studiengebühren für das Erststudium aus.
#1125 Sie muss auch den Älteren zugute kommen.
#1126Durch Weiterbildung können ältere Menschen in Beruf und Gesellschaft aktiv bleiben.
#1127Bildung ermöglicht Älteren, auf der Höhe der Zeit zu bleiben.
#1151 Arbeitszeiten, die sich an den Bedürfnissen von Eltern orientieren, nutzen schließlich auch den Unternehmen.
#1152Wir wollen eine familienfreundliche Arbeitswelt, damit Eltern Beruf und Familie vereinbaren und mehr Zeit für Kinder haben können.
#1153Dies liegt auch im Interesse der Unternehmen.
#1154 Wenn Eltern sich trennen, darf dies nicht zum Armutsrisiko für Kinder werden.
#1155Alleinerziehende, in der Regel die Mütter, sind ohne Betreuungsangebote nicht in der Lage, einen Beruf auszuüben.
#1156Dies macht Betreuungsmöglichkeiten dringlich.
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