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Vergleich zum Thema "Bildung"Die Sätze des Dokumentes wurden durchnummeriert (#). Klicken Sie auf eine Nummer, um eine längeren Textausschnitt der Fundstelle angezeigt zu bekommen. Im Folgenden finden Sie Auszüge aus den Grundsatzprogrammen und Wahlprogrammen der Bundestagsparteien zum Thema "Bildung".
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#26
Und wir wollen die soziale Verankerung in die gesellschaftliche Mitte auch für jene, die bisher davon ausgeschlossen sind.
#27Die Schlüssel für bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt liegen insbesondere in gleichen Bildungschancen und lebenslangem Lernen.
#28Unsere ethischen Überzeugungen und unsere reiche Erfahrung geben uns die Kraft und die politische Vernunft, um die Bundesrepublik Deutschland im Geiste der Freiheit, der Gerechtigkeit, der Sicherheit und als Chance für alle Menschen zu gestalten.
#146 Sie wächst auf dem Boden möglichst gerecht verteilter Lebenschancen.
#147Das erfordert gleiche Startchancen in Bildungswege und in die Arbeitswelt.
#148Dazu gehört nicht, Unterschiede in den persönlichen Anlagen des Einzelnen zu leugnen.
#174 Die CDU will Ehe und Familie als Fundament der Gesellschaft stärken und setzt sich nachdrücklich für eine familien- und kinderfreundliche Gesellschaft und für ein gutes Miteinander der Generationen ein.
#175Erziehung und Bildung schaffen wesentliche Voraussetzungen für die freie Entfaltung der Person und für die Fähigkeit zur Wahrnehmung von Freiheitsrechten und Bürgerpflichten.
#176Die CDU will differenzierte Bildungsangebote so verbessern, dass jeder die beste Chance auf die Entwicklung seiner Anlagen wahrnehmen kann.
#177Der Mensch entfaltet sich auch in der Arbeit.
#262 Wissen wird zur wichtigsten Ressource.
#263Darin liegt zwar eine große Chance für ein Land wie Deutschland, das immer arm an Rohstoffen war und auf eine große Bildungs- und Forschungstradition zurückblickt.
#264Darin liegt aber auch eine große Herausforderung angesichts dynamischer neuer Wettbewerber auf den Weltmärkten.
#265In dem Maße, in dem heute das Wissen der Menschheit wächst und der wissenschaftlich-technische Fortschritt bislang Unbekanntes erschließt, wächst die Bedeutung von Bildung.
#266Denn dem Einzelnen gelingt es kaum noch, die immer größer werdende Menge der Informationen, die zur Verfügung steht, zu neuem Wissen zu verarbeiten.
#321 Sicherheit hat heute viele Dimensionen.
#322Die Stärkung der Familie und des Zusammenhalts der Generationen, die Verbesserung von Erziehung und Bildung sowie die Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft schaffen die Bedingungen für soziale Sicherheit.
#323Sozial sicher lebt, wer sich auf Solidarität verlassen kann, wem immer wieder Chancen eröffnet werden, auch neue Chancen, an der globalen Wissensgesellschaft teilzuhaben.
#466 Kinder brauchen Kinder, um sich zu entfalten und soziale Tugenden zu lernen.
#467Wir wollen auch deshalb den bedarfsgerechten Ausbau von Einrichtungen für Kinder aller Altersklassen, in denen diese auf Wunsch der Eltern flexibel und verlässlich betreut werden und die zugleich einen Beitrag zu Erziehung und Bildung leisten.
#468Für mehr Vielfalt im Angebot der Kinderbetreuung begrüßen wir insbesondere auch private Initiativen und Kindergärten in freier Trägerschaft.
#483 IV.
#484Mehr Bildung für alle.
#485Bildung ist der Schlüssel für individuelle Lebenschancen und hat überragende Bedeutung für die Werte, die wir bewahren – und für die Werte, die wir entfalten wollen.
#486Nur bessere Bildung für mehr Menschen wird Wohlstand nachhaltig sichern.
#487Sie wird es ermöglichen, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen und die Chancen des Wandels zu ergreifen.
#490 Die soziale Herkunft von Menschen darf nicht über ihre Zukunft entscheiden.
#491Aufstieg durch Bildung, so lautet unser gesellschaftspolitisches Ziel.
#492Alle müssen einbezogen, keiner darf zurückgelassen werden.
#493Armut beginnt allzu oft als Bildungsarmut.
#494Die Teilhabe aller an Bildung und Ausbildung ist ein Gebot der Chancengerechtigkeit.
#495Die soziale Sicherheit und der gesellschaftliche Zusammenhalt erfordern, dass wir Kinder zu starken Persönlichkeiten heranbilden, die Vertrauen haben in ihre eigenen Fähigkeiten, soziale Rücksicht lernen und fähig sind zu Eigenverantwortung und Solidarität.
#496Durch ein freies, gerechtes und leistungsfähiges Bildungswesen werden wir jene Werte weitergeben und bewahren können, auf denen Wohlstand und Sicherheit gründen.
#497Um unsere moralischen und ökonomischen Werte zu vermitteln, ist Bildung von strategischer Bedeutung.
#498Eine Wissensgesellschaft lebt davon, möglichst jede Begabung zu entdecken und von früh an zu fördern: Es kann gar nicht genug gut ausgebildete Menschen geben.
#500 Lebenslanges Lernen wird zur besten Versicherung gegen die Wechselfälle des Lebens.
#501Wenn sich das Wissen rascher als früher erneuert und künftige Berufe anspruchsvoller werden, dann ist die Frage einer optimalen Bildung und Ausbildung die soziale Frage des 21. Jahrhunderts.
#502Um sie zu beantworten, orientieren wir uns an mehreren Leitlinien.
#503Wir wollen mehr Differenzierung, mehr Flexibilität und Durchlässigkeit im Bildungswesen.
#504Wir wollen Qualität und Leistung auf allen Gebieten verbessern.
#505Wir wollen das Lernen in und mit der Praxis aufwerten und den Bildungsbegriff so erweitern, dass er den bewahrenswerten Idealen wie auch den neuen Notwendigkeiten gerecht wird.
#506Wir wollen Bildung von Anfang an und ein Leben lang, und das aus humanen, sozialen und ökonomischen Gründen.
#507Es ist, bei Kindern wie bei Erwachsenen, besser, gerechter und ökonomischer, in Bildung und Weiterbildung zu investieren, als zu versuchen, durch Transferzahlungen oder soziale Maßnahmen Fehlentwicklungen zu korrigieren.
#508Oft genug gelingt dies auch nicht mit viel Geld.
#510 Kinder und junge Menschen sind kreativ und aufgeschlossen, wenn man ihnen eine entsprechende Umgebung bietet.
#511Wir wollen deshalb Familien stärken sowie neue und anregende Bildungsorte für Kinder schaffen.
#512Eine stärkere Verzahnung von frühkindlicher und schulischer Bildung ist nötig.
#513Die Trennung von Bildung und Betreuung halten wir für künstlich und nicht mehr zeitgemäß.
#514Kinder brauchen frühzeitig eine anregende Umgebung, in der sie die Welt spielerisch erforschen und entdecken können.
#515Betreuungs- und Kindertagesstätten sind auch Bildungseinrichtungen.
#516Deshalb wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Drei- bis Zehnjährigen individuell entsprechend ihren Fähigkeiten und Begabungen gefördert werden.
#523 Wir erwarten, dass eine Schule unter ähnlichen Bedingungen keine schlechtere Bilanz aufweist als vergleichbare Schulen.
#524Für den Wettbewerb der Schulen um die beste Bildung wollen wir neue Wege gehen.
#525Wir wollen verbindliche nationale Standards und eine wirksame, öffentlich sichtbare Evaluierung, dann aber auch mehr Freiheit und Eigenverantwortung für die Schulen, um ihren Weg für eine bessere Unterrichtsqualität zu finden.
#526Wir müssen einen neuen Schwerpunkt auf eine fundierte empirische Bildungsforschung und eine kontinuierliche Bildungsberichterstattung legen.
#527Beschlossene Bildungsstandards müssen in allen sechzehn Ländern konsequent umgesetzt werden.
#528Die Zusammenarbeit zwischen den Ländern muss Vergleichbarkeit vor allem bei den Abschlussprüfungen und damit Mobilität ermöglichen.
#529Wir halten an der öffentlichen Verantwortung für das Schul- und Bildungswesen fest, Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft sind ein unverzichtbarer Bestandteil dieses Bildungswesens.
#530Mehr Eigenverantwortung ist der bessere Weg, dieser Aufgabe gerecht zu werden und die Schulen zu befähigen, ihren Auftrag umfassend zu erfüllen.
#539 Die Achtung vor Demokratie und Rechtsstaat muss immer wieder neu vermittelt werden.
#540Politische Bildung ist unverzichtbar, den Schüler- und Jugendaustausch in Europa gilt es zu fördern.
#541Musische und religiöse Bildung sind notwendig für eine ganzheitliche Entwicklung der Persönlichkeit.
#542Die CDU tritt dafür ein, dass konfessioneller Religionsunterricht in allen Ländern zum Kanon der Pflichtfächer zählt.
#543 Neben dem evangelischen und katholischen Religionsunterricht soll bei Bedarf auch Unterricht in anderen Religionen in deutscher Sprache mit in Deutschland ausgebildeten Lehrern und unter staatlicher Schulaufsicht angeboten werden.
#544Bildung beginnt nicht erst in der Schule, und sie hört nicht mit der Schule auf.
#545Die eigentliche Schul-, Bildungs- und Ausbildungsphase in der Jugend muss kürzer werden, früher beginnen und früher enden, dafür aber immer wieder durch Bildungsphasen im weiteren Lebensverlauf ergänzt werden.
#546Die Fähigkeit, lebenslang zu lernen, muss am Lebensanfang begründet, in Schule und Ausbildung gefördert und durch eine hochwertige und sinnvolle Weiterbildung in allen Phasen des Lebens ergänzt werden.
#547 Hierzu gehört auch die Verantwortung der Unternehmen, jungen Menschen Ausbildungsplätze anzubieten und die Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitern zu ermöglichen.
#548Zu den Stärken unseres Bildungswesens gehört die Vielfalt an Lernkonzepten und Lernwegen.
#549Wir bekennen uns zu einem begabungsgerechten, differenzierten Schulwesen, das sowohl praxis- als auch theorieorientierte Ausbildungsmöglichkeiten eröffnet.
#556 Das selbstverständliche Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten, ihren Stärken und Schwächen, ist Kindern schon früh zu vermitteln, damit Barrieren in den Köpfen und im Verhalten gar nicht erst entstehen.
#557Wir wollen, dass Qualität und Leistung wesentliche Kriterien für das gesamte Bildungswesen sind.
#558In dem Prinzip „Fordern und Fördern“ sehen wir eine allgemeine Maxime für das pädagogische und bildungspolitische Handeln.
#561 Wer von anderen etwas fordert oder ihnen etwas zutraut, was sie leisten können, handelt sozial.
#562Wir wollen deshalb mehr und bessere Bildung für alle.
#563Darüber hinaus wollen wir möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu Spitzenleistungen befähigen.
#564 Die verbindliche Festlegung von überprüfbaren Lerninhalten und Schlüsselkompetenzen in Kerncurricula leistet hierfür einen entscheidenden Beitrag.
#565Bildung für alle, soziale Durchlässigkeit und Spitzenleistungen sind nur denkbar mit Sprachkompetenz.
#566Sprache ist der Schlüssel für Bildung und Ausbildung, für Integration in den Beruf und in die Gesellschaft.
#567Ein zunehmender Anteil der Kinder, insbesondere mit Migrationshintergrund, verfügt nur über ungenügende Deutschkenntnisse.
#568Damit alle Kinder vom ersten Tag in der Schule mitsprechen und gleichberechtigt an Bildung und Ausbildung teilhaben können, brauchen wir eine gezielte Sprachförderung im Kindergarten, verbindliche Sprachtests vor der Einschulung, bei erkannten Defiziten eine intensive Förderung und schulbegleitende Sprachprogramme.
#569Hierbei ist das Elternhaus intensiv einzubeziehen.
#592 Berufsakademien und Fachhochschulen sind auch deshalb eine Erfolgsgeschichte, weil ihnen diese wechselseitige Durchdringung von Theorie und Praxis, Beruf und Studium besonders gut gelungen ist.
#593Für die berufliche Bildung in Deutschland ist das duale System das Modell zur Verbindung von Theorie und Praxis.
#594Es ist ein Standortvorteil im internationalen Wettbewerb und die beste Vorbeugung gegen Jugendarbeitslosigkeit.
#604 Hierzu dienen mehr qualifizierte Stufenausbildungen sowie insbesondere Ausbildungsbausteine als abgegrenzte und standardisierte Lerneinheiten, die eigenständig bescheinigt und als Ausbildungsleistung angerechnet werden.
#605Daneben ist die Zusammenarbeit aller Beteiligter, insbesondere zwischen den allgemeinbildenden Schulen und den Einrichtungen der beruflichen Bildung zu verstärken.
#606Die duale Ausbildung soll auch dadurch attraktiver werden, dass die Übergangsund Anrechnungsmöglichkeiten für die Zulassung von Absolventen einer beruflichen Ausbildung zum Hochschulstudium verbessert werden.
#610 Zu den Anforderungen der Arbeitswelt gehört es, mobil zu sein.
#611Deshalb brauchen wir einen europäischen Bildungsraum, in dem Ausbildungsgänge und Bildungsabschlüsse vergleichbar sind und gegenseitig anerkannt werden.
#612Wir sind im Bildungswesen einem großen Erbe verpflichtet.
#613Bildung ist die Anregung aller Kräfte des Menschen, damit dieser sich entfalten und zu einer sich selbst bestimmenden Individualität und Persönlichkeit entwickeln kann.
#614Wir werden das Bildungswesen bewahren, indem wir es erneuern.
#615Gerade in einer unübersichtlichen, aber chancenreichen Zeit gewinnt die Allgemeinbildung eine neue Bedeutung.
#616 Und wir wollen das Wissen darum lebendig halten, dass Ideen und Ideale ihren eigenen Wert besitzen.
#617Zugleich werden wir an unseren Schulen die ökonomische und die mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung verstärken.
#618Eine Bildungs- und Forschungspolitik, deren Horizont nur die praktische Verwertbarkeit kennt, wird auch diese verfehlen.
#619Teilhabe, Sicherheit und Wohlstand für alle durch Bildung für alle wird es nur geben, wenn Bildung ihren Sinn und Zweck in sich selber trägt und ihr Wert anerkannt wird.
#620Wissenschaft und Forschung entscheiden über den materiellen und immateriellen Wohlstand einer Gesellschaft und tragen zur Bewältigung der großen Herausforderungen der wachsenden Weltbevölkerung bei.
#686 Dazu gehört insbesondere die Ablehnung jeglicher Form von totalitären und diktatorischen Systemen.
#687Vor allem Bildung und Wissenschaft, Literatur und Kunst sind aufgerufen, zum Bewusstsein und zur Auseinandersetzung mit der ganzen deutschen Geschichte beizutragen.
#688Ohne Kultur entsteht keine Bildung, ohne Bildung wächst keine Kultur.
#689Kulturelle Bildung ist unerlässlich, um dem Einzelnen zu helfen, seine Persönlichkeit zu entfalten und an Demokratie und Gesellschaft teilzuhaben.
#690Die kulturelle Dimension ist eine wesentliche Voraussetzung zur Vermittlung von Orientierung und Wissen.
#692 Nur so können in Zukunft Angebot und Nachfrage für künstlerische Berufe und Kultureinrichtungen nachwachsen.
#693Kulturelle Bildung muss in der Familie beginnen und darf mit der Schule nicht aufhören.
#694Für die CDU ist kulturelle Bildung ein unverzichtbarer Bestandteil des öffentlich verantworteten und geförderten Bildungssystems.
#695Die deutsche Sprache ist mehr als ein Mittel der Verständigung.
#697 Deshalb haben wir eine besondere Verantwortung für den sorgfältigen und behutsamen Umgang mit der deutschen Sprache.
#698Die auswärtige Kultur- und Bildungspolitik dient der Vermittlung deutscher Sprache und Kultur und soll den Dialog der Kulturen der Welt ebenso fördern wie die Demokratie und Menschenrechte.
#699Die Arbeit von Auslandsschulen und Wissenschaftseinrichtungen sowie kultureller Mittlerorganisationen für ein authentisches Bild unseres Landes im Ausland muss gestärkt werden.
#705 Medienpolitik muss dafür sorgen, dass ein fairer Wettbewerb stattfinden kann, der beiden Systemen angemessene Entwicklungschancen gewährt.
#706Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss vor allem eine Grundversorgung mit Bildung, Kultur und Information gewährleisten.
#707Er ist damit Kulturförderer und Kulturproduzent zugleich.
#708 Ihm kommt ebenso eine besondere Verantwortung für die Integration und Repräsentation von Menschen mit Migrationshintergrund und ihrer Lebenswirklichkeit zu.
#709Medienanbieter und Journalisten sind angesichts ihrer besonderen Einflussmöglichkeiten in hohem Maße mitverantwortlich für das gesellschaftliche und kulturelle Leben sowie für die politische Bildung.
#710Die Vermittlung einer grundlegenden Medienkompetenz als Orientierungshilfe gehört zum Bildungs- und Erziehungsauftrag von Familie, Kindergarten und Schule.
#711Medienanbieter haben eine Verantwortung vor allem gegenüber jungen Menschen.
#776 Die Arbeitnehmer benötigen Mitwirkungsmöglichkeiten, Verantwortung und Freiräume, um ihre Fähigkeiten umfassend und erfolgreich entfalten zu können.
#777Bildung und Weiterbildung sichern ihre Beschäftigungs- und Leistungsfähigkeit.
#778Zugleich bedürfen Arbeitnehmer für ihre eigene Lebensplanung einer grundlegenden arbeitsund sozialrechtlichen Absicherung.
#805 Bestehende Handelshemmnisse sind konsequent abzubauen.
#806Der Markt ist nicht immer in der Lage, aus sich heraus die Bildung von Monopolen und Kartellen zu verhindern.
#807Damit internationale, private wie staatliche Akteure an ungebremster Machtentfaltung gehindert werden, ist ein Schutz der Freiheit der internationalen Märkte notwendig.
#890 Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist hauptsächlich strukturell bedingt.
#891Wir brauchen deshalb nicht nur mehr nachhaltiges Wachstum, sondern zielgerichtete Bildungsinvestitionen und eine umfassende Reform des Arbeitsmarktes.
#892Wir wollen bessere Beschäftigungschancen für Ältere, gering Qualifizierte und Langzeitarbeitslose.
#1025 Es gilt, den selbstverständlichen Umgang zwischen Behinderten und Nichtbehinderten, ihren Stärken und Schwächen, schon von klein auf zu lernen.
#1026Dies gelingt am besten durch gemeinsame Erziehung und Bildung in Familien, frühkindlichen Einrichtungen und Schulen.
#1027Wie in der Pflege und in betreuten Wohnformen gilt auch hier in Abstimmung mit den Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen der Grundsatz „ambulant vor stationär“.
#1094 Durch Engagement und Solidarität in ganz Deutschland, historisch einmalige finanzielle Transferleistungen, Fleiß und Aufbauwillen, sind viele Regionen aufgeblüht und präsentieren sich als moderner Teil Deutschlands im Herzen Europas.
#1095Bei Reformen im Bildungsbereich, der Beschleunigung von Planungsverfahren, beim Bürokratieabbau und im engen Zusammenwirken von Wirtschaft, Wissenschaft und Technik haben die neuen Länder und ihre Bürger eine Vorreiterrolle übernommen.
#1096Die Folgen von kommunistischer Diktatur, deutscher Teilung und Misswirtschaft sowie der historisch einmalige Verlust der bürgerlichen Mittelschichten sind noch nicht überwunden.
#1153 Ein zukunftsorientierter Umwelt- und Klimaschutz schafft Chancen für neue Arbeitsplätze.
#1154Ökologische Bildung, Forschung und Entwicklung, Umwelttechnologien, Umwelt- und Klimaschutz und darauf aufbauende Innovationen müssen daher nachhaltig gefördert werden.
#1155Die weltweit führende Rolle Deutschlands bei den Umwelttechnologien wollen wir im Interesse des Klima- und Umweltschutzes weiter ausbauen.
#1263 Sie sind Orte für Wirtschaft, Kultur, Natur und Erholung.
#1264Sie brauchen Entwicklungsperspektiven, die den dort lebenden Menschen gute Lebens-, Bildungs- und Arbeitsbedingungen ermöglichen.
#1265Unser Augenmerk gilt insbesondere den strukturschwachen ländlichen Regionen.
#1312 Auch die Wirtschaft soll Spitzensportlern berufliche Perspektiven ermöglichen.
#1313Bei der gezielten und systematischen Förderung des talentierten Nachwuchses müssen sportliche, schulische und berufliche Bildung aufeinander abgestimmt und koordiniert werden.
#1314Wir setzen uns für den Ausbau von Eliteschulen des Sports ein.
#1371 Unserer freien Gesellschaft entsprechen Freiheit und Verantwortung der Medien.
#1372Sie wirken bei der Bildung der öffentlichen Meinung mit und tragen zur Kontrolle staatlicher Macht bei.
#1373Ihre Unabhängigkeit und Vielfalt sind hierfür die Voraussetzung.
#1483 Integration entscheidet sich im Zusammenleben vor Ort in den Kommunen.
#1484Gefordert sind insbesondere die Kirchen, die Religionsgemeinschaften, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Migrantenorganisationen, die Medien, der Sport, Stiftungen, Vereine und Verbände, Unternehmen und Gewerkschaften.
#1485Dabei profitieren wir alle von einer erfolgreichen Integration und einer gesteuerten Zuwanderung, sowohl in Wirtschaft und Arbeit, als auch im alltäglichen Leben miteinander.
#1488 Dies gilt es anzuerkennen und angesichts rückläufiger Einbürgerungszahlen mit Augenmaß zu fördern.
#1489Die CDU hat den Nationalen Integrationsplan angestoßen und steht für ein politisches Gesamtkonzept, das Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Familien-, Bildungs- und Ausländerpolitik zu einer neuen Integrationspolitik verknüpft.
#1490Auf diesem Wege kommen wir zu einer partnerschaftlichen Gesellschaft.
#1672 Wir streben eine enge Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union an.
#1673Ein besonderes Problem bilden die weit verbreitete Armut, Hunger, mangelnde Bildungschancen und die Ausbreitung von Seuchen und Krankheiten.
#1674Gewaltsame Konflikte, Instabilität und Ordnungslosigkeit in Afrika können uns in Europa nicht gleichgültig sein, sind wir doch von den Auswirkungen - nicht zuletzt in Form von wachsenden Migrationsströmen - unmittelbar betroffen.
#34
Dazu muss die Politik mit langfristigem Denken und glaubwürdigem Handeln beitragen.
#35Weil die CSU die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt und den Wandel kraftvoll, umsichtig und früher als andere gestaltet hat, kann Bayern den Menschen hervorragende Zukunftsperspektiven anbieten: eine prosperierende Wirtschaft, ein gutes Bildungsangebot, eine leistungsfähige Infrastruktur, eine gesunde Umwelt, ein vielfältiges kul- 8 Vorwort
#36I. Die Wurzeln der CSU
Christliche Verantwortung Frieden in Freiheit Soziale Marktwirtschaft sich in den kleinen und großen Erfolgen für die Menschen und für die zukünftigen Generationen bewähren. #61 Mit politischem Weitblick, mit dem Mut zur unbequemen Wahrheit und mit kraftvollem Handeln für die Menschen hat die CSU deutsche und internationale Politik entscheidend mitgestaltet.
#62Unsere Partei prägt seit mehr als sechs Jahrzehnten den erfolgreichen Weg Bayerns zum modernen Industrie- und Exportstandort sowie zum Land der Bildung, Wissenschaft und Kultur.
#63Nur wer die Zeichen der Zeit erkennt, kann die Zukunft zum Wohl der Menschen gestalten.
#130 In der Informations- und Wissensgesellschaft wird weltweit Altes immer schneller durch Neues ersetzt.
#131Jeder Einzelne, jedes Unternehmen und unsere Gesellschaft insgesamt stehen im globalen Wettbewerb um Bildung, Innovationen und Arbeitsplätze.
#132Die Entwicklung und die Folgen der Globalisierung im Interesse der Menschen mitzugestalten, ist Aufgabe der ganzen Gesellschaft.
#140 Verantwortung und Vorsorge für die
#141Nachkommen Wir sind dankbar für die Aufbauleistung der älteren Generationen. Die letzten Jahrzehnte brachten für die große Mehrheit unseres Volkes mehr Chancen auf Bildung, persönliche Entfaltungsmöglichkeiten und wachsende soziale Absicherung.
#142Mit dieser Entwicklung ist jedoch verbunden, dass wir seit vielen Jahren über unsere Verhältnisse und vielfach zu Lasten unserer Nachkommen leben.
#203 Jeder trägt Verantwortung für sich und die Mitmenschen.
#204Daher müssen Erziehung und Bildung die Entwicklung zur selbst bestimmten und sozial verpflichteten Persönlichkeit fördern.
#205Die CSU setzt auf den selbstständigen und eigenverantwortlichen Menschen.
#343 Durch gute Vorbilder in Familie, Schule, Kirchen und Vereinen lernen unsere Kinder und Jugendlichen den hohen Wert des freiwilligen Einsatzes für den anderen und für die Gemeinschaft.
#344Das ist der Kern sozialer Bildung.
#345Zusammen mit Eltern, Erziehern und Lehrkräften steht unsere Gesellschaft in der Pflicht, allen Kindern den Wert von sozialem Tun für das eigene Leben zu vermitteln.
#379 Chancen kann man nur haben, wenn es Chancen gibt.
#380Deshalb gehören Wirtschaftspolitik, Bildungspolitik und Sozialpolitik untrennbar zusammen.
#381Freiheit und Chancen für alle statt Sozialismus Das Ziel der Chancengerechtigkeit sind gute Startbedingungen für alle.
#478 Wir wollen Straftaten gar nicht erst entstehen lassen.
#479Gerade den Jugendlichen wollen wir durch Bildung und Erziehung die Maßstäbe unseres Zusammenlebens vermitteln.
#480Wir sind deshalb entschieden gegen jede Toleranz gegenüber so genannter Kleinkriminalität.
#483 Daseins- und Zukunftsvorsorge als weitere Aufgaben des Staates
#484Ein Rückzug des Staates auf die hoheitlichen Aufgaben wie innere und äußere Sicherheit wäre falsch. Zu den Aufgaben des modernen Staates gehören auch Aufgaben der Daseinsund Zukunftsvorsorge: Bildung, Wissenschaft und Forschung, die Qualität der Infrastruktur wie bei Verkehr, Informationsnetzen, Wasser und Energie sowie der notwendige
#485Verbraucherschutz. Die Christlich-Soziale Union will einen generationengerechten Staat durch Schutz der Umwelt, solide Staatsfinanzen und Chancen für die Menschen heute und morgen.
#525 Die Förderung von Sprache, Tradition und Brauchtum entspricht dem Auftrag der Bayerischen Verfassung für unseren Kulturstaat.
#526Die staatsbürgerliche Bildung und Vermittlung der Wertegrundlagen unserer freiheitlichen Staatsordnung ist in einer offenen, pluralen Gesellschaft besonders wichtig und für das Zusammenleben von Menschen verschiedener religiöser und kultureller Prägung unverzichtbar.
#527Der Staat hat die Rechte von Minderheiten zu schützen.
#645 Unser Land hat beste Voraussetzungen, die Chancen der Globalisierung und des
#646technologischen Wandels zu nutzen und die Risiken zu begrenzen. Zu Bayerns Stärken zählen eine moderne Infrastruktur, Bildung und Wissenschaft, Forschung, Entwicklung und Technologie sowie eine umweltverträgliche, sichere und wettbewerbsfähige Energieversorgung.
#647Bayern und Deutschland gehören zu den technologisch innovativsten Ländern.
#714 Das sind wichtige Standortvorteile.
#715Wir fördern und unterstützen die enge Partnerschaft zwischen Betrieben und Schulen aller Bildungswege sowie die vielseitigen Angebote der beruflichen Fort- und Weiterbildung.
#716Gemeinsam mit der Wirtschaft wollen wir Voraussetzungen schaffen, damit jeder ausbildungsfähige und ausbildungswillige Jugendliche als Einstieg in das Berufsleben ein Lehrstellenangebot erhält.
#823 Deshalb müssen die Kindererziehung und die Betreuung Angehöriger in den Familien als großer Beitrag für unsere Gesellschaft und Volkswirtschaft anerkannt werden.
#824Leistungen des Staates für Familien sind Investitionen in unsere Zukunft, genauso wie Maßnahmen für Bildung, Forschung, Wissenschaft, Innovation oder Infrastruktur.
#825Wir wollen Eltern bei ihrer Erziehungsleistung unterstützen.
#828 Wer seine Kinder anderen Menschen anvertraut, muss sich darauf verlassen können, dass sie gut betreut, erzogen und gefördert werden.
#829Hochwertige Angebote mit den hierfür erforderlichen Rahmenbedingungen sind für immer mehr Kinder zunehmend
#830wichtig, weil sie dort soziales Miteinander erlernen und ihnen dort der Zugang zur Bildung frühzeitig ermöglicht wird. Die Vielfalt von Kinderbetreuungsangeboten – Tagesmütter, Kinderkrippen, Kindergärten, Horte sowie Ganztagesschulangebote – trägt dazu bei, dass die Eltern
möglichst freie Entscheidungen treffen können. #833 Allen Eltern muss ihre wichtige Funktion und Erziehungsverantwortung vermittelt werden.
#834Das ist auch ein Bildungsauftrag.
#835Die CSU will die Aufgaben der Familien- und Generationenverantwortung in der Bildungspolitik stärker verankern.
#836Die CSU begrüßt und unterstützt die zahlreichen Initiativen in der Wirtschaft für eine elterngerechte Arbeitswelt und für die verbesserte Vereinbarkeit der Pflege Angehöriger mit der Erwerbstätigkeit.
#856 Wir wollen eine familienfreundliche Gesellschaft und damit eine menschliche und soziale Zukunft gestalten.
#857Erziehung zu Werten, Bildung fürs Leben Wir wollen alle Begabungen fördern und
#858Leistungsfreude unterstützen. Wissen und Können vermitteln.
#859Herz und Charakter bilden
#860Gute Erziehung und Bildung sind die Schlüssel zur Zukunft jedes Kindes und unseres Landes. Jedes Kind soll seine Begabungen voll zur Entfaltung bringen können.
#861 Christlich-soziale Politik will Chancengerechtigkeit.
#862Chancengerechtigkeit bedeutet, allen jungen Menschen unabhängig von ihrem familiären und sozialen Hintergrund Bildung und Ausbildung zu ermöglichen.
#863Dies gilt insbesondere auch für Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung.
#882 Die junge Generation soll lernen, einen eigenen Standpunkt zu entwickeln, Toleranz und Selbstdisziplin zu üben und Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen.
#883Durch eine im nationalen und internationalen Vergleich sehr gute Bildung und Ausbildung befähigen wir die Menschen in Bayern, im weltweiten Wettbewerb und Wandel zu bestehen.
#884Wissen und Können sind Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft.
#885Bildung und Wissen sind ein starker Schutz vor sozialer Ausgrenzung und Armut.
#886Chancen durch Bildung zu schaffen, ist vorsorgende Sozialpolitik.
#887Vermittlung von Werten, kultureller Identität und Urteilsvermögen
Die Politik der Christlich-Sozialen Union will gemäß dem Auftrag des Art. #905 Die weltweite Informationsflut und der rasche Wandel des Wissens bedeuten, dass wir Lerntechniken vermitteln und die junge Generation zur kritischen Auswahl und Bewertung von Informationen befähigen müssen.
#906Ein wichtiges Bildungsziel ist der kompetente und verantwortliche Umgang mit der vielfältigen Medienwelt.
#907Der Umgang mit elektronischen Medien, insbesondere dem Internet, gehört zum Alltag und zur Lebenswirklichkeit vor allem junger Menschen.
#916 Führungsqualitäten müssen gezielt aufgebaut und bei der Personalentwicklung und Personalauswahl verstärkt berücksichtigt werden.
#917Frühkindliche Bildung stärken
#918Kinder sind neugierig und lernwillig. Durch frühkindliche Bildung und Erziehung sollen bestmögliche Lern- und Entwicklungschancen ermöglicht werden.
#919Die Grundlagen
#920dafür werden in der Familie gelegt. Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen sollen Werteerziehung, Verantwortungsbewusstsein, religiöse Bildung, musische Erziehung, Natur und Technik, soziales Lernen, Förderung von Sprache und Lebenskompetenz der Kinder stehen.
#921Damit der Übergang in die Schule erleichtert wird, sollen Kinderbetreuungseinrichtungen, Eltern und Schulen noch enger zusammenarbeiten.
#922 V.
#923Chancen für alle! 85
#924Bildung braucht eigene Anstrengung Die Christlich-Soziale Union steht für einen Schulunterricht, der fördert, aber auch fordert. Ein erfolgreicher Lebensweg setzt Leistungsbereitschaft, Arbeitstugenden und eine wertorientierte Persönlichkeit voraus.
#925Bildungserfolg braucht Eigenleistung und Anstrengung.
#926Wegen des raschen Wandels der Arbeitswelt muss die junge Generation zu ständiger Weiterbildung und lebenslangem Lernen motiviert werden.
#927 Zusammenarbeit von Lehrkräften, Eltern und Kindern Eltern haben das vorrangige Recht, aber ebenso die Pflicht zur Erziehung und tragen dafür die Verantwortung.
#928Die meisten Eltern erkennen und erfüllen diese unersetzbare Aufgabe zu Hause und im Schulleben für die Bildung und Entwicklung ihrer Kinder.
#929Die Lehrkräfte brauchen in ihrer schulischen Erziehungsarbeit die Rückendeckung der Eltern.
#944 Das heißt, dass alle Schüler je nach persönlicher Leistungsbereitschaft und Fähigkeit die Möglichkeit haben, sich beruflich und schulisch weiterzuentwickeln, bis hin zur Hochschulreife.
#945Diese kann auf allen vorhandenen Bildungswegen über Hauptschule, Realschule und Gymnasium erreicht werden.
#946Herausforderungen wie regional sinkende Schülerzahlen, Schulen in sozialen Brennpunkten oder der wachsende Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund erfordern, dass wir den einzelnen Schulen noch mehr Möglichkeiten zur Profilbildung und für eigene pädagogische Schwerpunkte eröffnen.
#948 Chancen für alle!
#949Wir geben der Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher einen besonderen Stellenwert. Auf diese Weise will die Christlich-Soziale Union für alle die gleichen Bildungschancen und die gleichen Ausgangsbedingungen für den Start in das Berufsleben schaffen, um ein Abgleiten in das soziale Abseits zu verhindern.
#950Trotz der sehr unterschiedlichen demographischen Entwicklung in einzelnen Regionen will die CSU gleiche Bildungschancen für alle Schüler.
#951Im Mittelpunkt aller unserer bildungspolitischen und strukturellen Entscheidungen im Schulwesen stehen die Zukunftschancen der Kinder mit ihren unterschiedlichen Begabungen.
#952Das gut ausgebaute Netz von Förderschulen, Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien, von Wirtschaftsschulen, Berufsschulen, Fachoberschulen, Berufsoberschulen und Fachakademien ist ein Markenzeichen der bayerischen Bildungslandschaft.
#953Ganztagsschulen ausbauen
Die CSU will den bedarfsorientierten Ausbau von Ganztagsschulen voranbringen. #959 Chancen für alle! 89 88 V.
#960Chancen für alle! Berufliche Bildung schafft Perspektiven
#961für alle Begabungen Berufliche Bildung eröffnet begabungsgerecht schulische und berufliche Entwicklungschancen und eine Alternative zum Hochschulabschluss. Diesen Weg gibt es in vielen anderen Bildungssystemen nicht.
#962Die berufliche Bildung ist ein Garant für die Durchlässigkeit des Bildungssystems.
#963Sie ermöglicht höhere Bildungsabschlüsse bis zur Hochschule und ist ein wichtiger Standort- und Qualitätsvorteil unserer Wirtschaft.
#964Das duale Ausbildungssystem vermittelt Praxiserfahrung und fachliches Wissen.
#969 Neue Wege der Weiterbildung eröffnen
#970Angesichts einer sich ständig verändernden Arbeitswelt ist Weiterbildung Voraussetzung für beruflichen Erfolg. Die vielfältigen weiterführenden Schulen der beruflichen Bildung bieten zahlreiche Zusatzqualifikationen für einen erfolgreichen Berufsweg.
#971Wir werden alle Möglichkeiten prüfen, den Weg der beruflich Qualifizierten zu den Hochschulen weiter zu erleichtern.
#1001 Informierte und gebildete Bürger mit reflektierter Wertorientierung sind die Grundlage eines kraftvollen, von bürgerschaftlichem Engagement getragenen Gemeinwesens.
#1002Bildung ist ein Schlüssel zur gelebten Demokratie.
#1003Hochschulen stärken,
#1004Wissenschaft und Forschung ausbauen Wir wollen unsere Hochschulen dauerhaft unter den besten der Welt etablieren. Innovationsvorsprung ist Wohlstandsvorsprung Die beste Qualifikation und die bestmögliche Bildung sind Grundlage für Arbeit und soziale Sicherheit des Einzelnen und des ganzen Volkes.
#1005Alle Menschen sollen je nach ihrer Begabung und nach den Maßstäben der Chancengerechtigkeit die Möglichkeit haben, den akademischen Bildungs- 90 V.
#1006Chancen für alle!
Schwerpunkt Nachwuchsförderung Wir wollen die Nachwuchsförderung durch eine höhere Attraktivität der wissenschaftlichen Laufbahn, auch in finanzieller Hinsicht, verbessern. #1042 Wir wollen gemeinsam mit den Hoch- V.
#1043Chancen für alle! 95
#1044Schwerpunkt Lehre Die Einheit von Forschung und Lehre, der bis in die Gegenwart wirksame Kern der Humboldtschen Bildungsidee, soll auch in Zukunft die Hochschulen prägen. Die CSU sieht es als eine der besonderen Errungenschaften der deutschen Universität und Wissenschaft an, dass die Forscherpersönlichkeit in der Lehre den von ihr selbst erreichten Erkenntnisfortschritt an die junge Generation weitergibt.
#1125 Lehrende und Lernende sollen gemeinsam bestmöglich zur Zukunft unseres Gemeinwesens beitragen können.
#1126Die CSU weiß: Bildung, Wissenschaft und Forschung sind Quellen unserer Lebenskultur und unseres Wohlstands.
#1127Sozialstaat neu gestalten
und für die Zukunft sichern Wir wollen Chancengerechtigkeit für alle und Solidarität mit den Schwachen Soziale Sicherheit ist ein Gebot der Menschlichkeit, das Fundament für inneren Frieden und Grundlage dauerhafter wirtschaftlicher Leistungskraft. #1238 Wir wollen die Qualifizierung jedes Einzelnen, lebenslanges Lernen und die Teilhabe der Älteren am beruflichen und gesellschaftlichen Leben als wichtige Grundlagen für eine gute Zukunft fördern und unterstützen.
#1239Dazu gehört auch die Berücksichtigung einer anderen Nachfrage der älteren Menschen und eines veränderten Gestaltungsauftrags unserer Politik bei Wohnen, Reisen, Kultur und Bildung, bei der sozialen Infrastruktur, bei Krankenhäusern und bei Pflegeeinrichtungen.
#1240Die CSU weiß: Die Senioren sind eine starke Kraft für Gesellschaft, Wirtschaft und Staat.
#1415 Neben der Normsetzung durch die Politik entscheiden vor allem die Verbraucher durch ihr Kaufverhalten, in welchem Maße eine art- und umweltgerechte Tierhaltung verwirklicht werden kann.
#1416Die CSU will die Konsumenten durch Bildung und Verbraucheraufklärung zu Qualitätsbewusstsein anhalten.
#1417Naturschutz aus Liebe zu Schöpfung und Heimat Naturschutz, Boden- und Gewässerschutz, Hochwasserschutz, Pflege der heimischen Wälder und ihrer Schutzfunktion – diese großen Anstrengungen dienen dem Schutz unserer Lebensgrundlagen und der Lebensqualität in unserer Heimat.
#1432 Es ist eine entscheidende Aufgabe der Zukunftsvorsorge, dass wir in der modernen Zivilisation ein ethisches und emotionales Verhältnis zur Natur entwickeln.
#1433Deshalb will die CSU die Umwelterziehung und die auch emotionale Verankerung der Umweltethik fächerübergreifend in allen Bildungseinrichtungen weiter stärken.
#1434Nur mit der Liebe zu Natur und Schöpfung ist Umweltschutz nicht lästige Pflicht, sondern ein Bedürfnis aus eigenem Antrieb.
#1553 In einzelnen Regionen stellen wir zum Teil eine beginnende „Landflucht“ fest, weil nicht alle ländlichen Gebiete gleichermaßen von Wachstum und Aufschwung profitieren.
#1554Die Politik der CSU will die Stärken der ländlichen Räume weiter ausbauen durch Erschließung neuer Wachstumspotenziale für wettbewerbsfähige Arbeitsplätze,
#1555durch vielfältige Bildungsangebote, durch gute Lebensbedingungen für die jüngere und ältere Generation. Dazu gehört auch unsere Politik für mittlere und große Industrieansiedlungen und neue oder verbesserte Verkehrsverbindungen.
#1591 Im Schulwesen muss die Chancengerechtigkeit der Kinder im Mittelpunkt aller strukturellen Entscheidungen stehen.
#1592Wir wollen ein flächendeckendes und möglichst wohnortnahes Netz der verschiedenen schulischen Bildungswege gestalten.
#1593Die CSU sieht in Universitäten und Fachhochschulen wichtige Impulsgeber, die für die ländlichen Regionen zu einer hohen Standortattraktivität beitragen.
#1746 Auftrag und Verantwortung der Medien
#1747Information ist für die CSU ein Grundpfeiler der Demokratie und unserer offenen, pluralen Gesellschaft. Die Medien haben die Aufgabe, auch ein breites Angebot an Information und Bildung zu gewährleisten.
#1748Die neue Medienwelt bietet vielfältige Chancen gerade auch für Ältere und Kranke.
#1758 Es muss uns allen Sorge bereiten, dass eine große Zahl von Zuwanderern nicht oder nur geringfügig integriert ist.
#1759Viele Migrantenfamilien leben in Parallelgesellschaften, häufig mit sozialen Problemen wie Bildungsarmut und hoher Arbeitslosigkeit.
#1760Zur Integration gehört, dass wir die Benachteiligung und Unterdrückung von Frauen und Mädchen nicht dulden.
#2044 Wir wollen die schöpferischen Kräfte der Menschen unterstützen.
#2045Daher setzen wir uns für den Ausbau der Mikrofinanzierung, der Bildungsmöglichkeiten, der Gesundheitsversorgung und wichtiger Infrastrukturen ein.
#2046Gleichzeitig wollen wir Unternehmen ermuntern und dabei unterstützen, in Entwicklungsländern zu investieren und dort Arbeitsplätze zu schaffen.
#2058 Im Rahmen einer nachhaltigen Politik des Klimaschutzes und der Bewahrung der Schöpfung kommt den Entwicklungs- und Schwellenländern eine wichtige Rolle zu.
#2059Sie Kulturelle Beziehungen pflegen
#2060und menschliche Begegnungen ausbauen Die CSU setzt sich für eine an unseren Interessen ausgerichtete auswärtige Kultur- und Bildungspolitik ein. Sie dient über die Stärkung der Kulturbeziehungen und den Dialog der Kulturen hinaus der Förderung unserer politischen und wirtschaftlichen Interessen.
#2077 Entwicklungszusammenarbeit ist ein langfristiger Auftrag, dessen Dringlichkeit in der Bevölkerung fest verankert sein muss.
#2078Bildung ist ein Schlüsselelement für eine nachhaltige Entwicklungspolitik und die gerechte Gestaltung der Globalisierung.
#2079Auch auf nationaler Ebene fordern wir eine Bildungsarbeit im schulischen und außerschulischen Bereich, die das Bewusstsein der Bürger für die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit fördert.
#2080VI.
#172
Noch nie gab es so viel Anfang.
#173Weitreichende Veränderungen unserer Kultur, insbesondere im Verhältnis von Bildung und Arbeit, Freizeit und Familie, Beruf und Alter, Staat und Gesellschaft sind bereits deutlich erkennbar.
#174Die Globalisierung als der Charakterzug des Wandels läßt durch Internationalisierung des Wissens und Wirtschaftens die nationalen Grenzen hinter sich.
#175Die Abschottung der Kultur-, Wissens-, Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsmärkte wird national und europäisch unmöglich.
#176Die Dynamik der Freiheit für den Fortschritt unserer Kultur wird durch einen Konservativismus bedroht, der Ruhe für die erste Bürgerpflicht hält.
#497 Die besondere Qualität des liberalen Sozialstaates zeigt sich in seinem Umgang mit behinderten Menschen.
#498Diese sollen soweit wie möglich in die Gesellschaft integriert werden; das gilt gerade auch beim Besuch von Kindergärten, Schulen und Einrichtungen der beruflichen Bildung.
#499Die Integration muß mit einer Förderung verbunden werden, die behinderten Menschen die Chance gibt, ihre Talente frei zu entfalten, damit sie gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können und sie so in die Lage versetzt, ihren ganz speziellen Beitrag für die offene Bürgergesellschaft zu leisten.
#506 Zur Sicherung dieser Freiheit gehört nach liberaler Auffassung auch die Verpflichtung des Staates, seinen Bürgern den Zugang zu kulturellen Einrichtungen zu ermöglichen.
#507Museen und Bibliotheken, Universitäten, Akademien und andere Bildungseinrichtungen, kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen und Aufführungen sollen den Menschen nicht nur zur Unterhaltung oder Belehrung dienen, sondern ihnen bei der Orientierung in einer oft komplexen und rasch sich verändernden Umwelt helfen.
#508Das im Grundgesetz verankerte Verbot jeglicher Zensur wird von Liberalen auch als ein Verbot einseitiger Einmischung von seiten des Staates, Bevorzugung oder Benachteiligung, verstanden.
#520 Wir wollen den verschiedenen kreativen Kräften Raum zu ihrer Entfaltung geben, denn es entspricht unserer liberalen Überzeugung, daß nur so die besten Möglichkeiten des Menschen entdeckt werden und zum Zuge kommen können.
#521Teilhabe durch Bildung und Ausbildung Die liberale Bürgergesellschaft braucht Bildung und Ausbildung als elementare Voraussetzung für Freiheit, Toleranz und Leistungsfähigkeit.
#522Bildung schafft das ethische Gerüst für die Bürgergesellschaft.
#523Bildung und Ausbildung sollen zu Unabhängigkeit und Selbstbewußtsein erziehen und die Bereitschaft fördern, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
#524Bildung ist Voraussetzung für eine stabile Demokratie.
#525Orientierungsfähigkeit in einer komplexen Welt, soziale Tugenden, Kenntnisse und Fertigkeiten sind die Grundlage für die Bürger, ihre Lebensentwürfe eigenverantwortlich zu gestalten.
#526Das Bürgerrecht auf Bildung eröffnet jedem die gleiche Chance der Bildung und Ausbildung.
#527Diese Chancengleichheit am Start bedeutet nicht Gleichheit der Ergebnisse am Ziel.
#528Freiheit braucht Bildung.
#529Deshalb haben Liberale das Bürgerrecht auf Bildung geprägt.
#530Bildung und Ausbildungen beginnen ebenso wie Erziehung in der Familie.
#531Für eine Angleichung der Startchancen brauchen wir ein öffentliches Bildungswesen.
#532Schulen sollen Wissen vermitteln, Kreativität fördern und Persönlichkeit bilden.
#533Schulische Bildungseinrichtungen müssen auch auf die Anforderungen der Informationsgesellschaft vorbereiten.
#534Dazu gehört der Erwerb von Medienkompetenz und die Fähigkeit zur Informationsauswahl.
#535 Wer den Umgang mit den neuen Technologien nicht frühzeitig erlernt, kann schnell zum Verlierer der Informationsgesellschaft werden.
#536Bildungs- und Ausbildungsniveau werden immer mehr Bedeutung für den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt gewinnen.
#537Offenheit und Wettbewerb der Ideen und Leistungen verlangen die Vielfalt der Angebote vorschulischer, schulischer, ausbildender und akademischer Institutionen.
#538Das staatliche Bildungswesen braucht dafür eine Befreiung von Verkrustungen und Reglementierungen und mehr Wettbewerb auch durch private Bildungsangebote.
#539Schulen und Hochschulen sollen durch weitgehende eigene finanzielle, personelle und inhaltliche Entscheidungskompetenzen mehr Gestaltungsfreiräume erhalten.
#540Bildungseinrichtungen beanspruchen derzeit einen großen Teil der öffentlichen Haushalte.
#541Dennoch ist unser Bildungssystem nicht in der Lage, den Anforderungen der Zukunft an Bildung und Ausbildung, Wissenschaft und Forschung im internationalen Wettbewerb gerecht zu werden.
#542Wir brauchen eine bildungspolitische Offensive.
#543Im beruflichen Bildungssystem wird auch in Zukunft die Mehrheit der Schulabgänger ausgebildet.
#544Es muß in seiner Attraktivität gestärkt und zu einer Alternative zum Hochschulstudium ausgebaut werden.
#546 Notwendig ist eine flexible Anpassung und Weiterentwicklung beruflicher Qualifikation in allen Bereichen.
#547Gezielte Angebote für besonders Begabte sowie Lernschwache sind in der allgemeinen wie der beruflichen Bildung zu verstärken.
#548Die Zugangsbeschränkungen in Deutschland durch formale Bildungsabschlüsse bei Einstieg und Aufstieg im Berufsleben widersprechen der offenen Bürgergesellschaft.
#549Im Öffentlichen Dienst, aber auch in der privaten Wirtschaft ist eine Neuorientierung hin zu durchlässigen Einstiegs- und leistungsabhängigen Aufstiegschancen nötig.
#550Bildung und Ausbildung sind eine entscheidende Zukunftsvoraussetzung für Deutschland.
#551Die Investition in die Köpfe der Menschen ist sozial, kulturell und wirtschaftlich eine großartige Chance.
#552Deshalb werden Liberale die Bildungspolitik zum politischen Schwerpunkt machen.
#553Das Europa der Bürger
Die europäische Einigung ist Priorität liberaler Außenpolitik. #613 Wir setzen auf Eigenverantwortung und Eigeninitiative in den Partnerländern.
#614Bildung und Ausbildung sind der Schlüssel zu Wachstum und Wohlstand.
#615Liberale setzen auf den freien Welthandel, auf die Öffnung der Märkte; sie sind auch im Interesse der Entwicklungsländer gegen Protektionismus und Handelsblöcke.
#682 Im Interesse der kommenden Generationen müssen die staatlichen Ausgaben tendenziell von konsumtiven auf investive Ausgaben umgeschichtet werden.
#683Im Bereich der konsumtiven Ausgaben müssen Bildung und Wissenschaft wegen ihrer Bedeutung für gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunftschancen eine höhere Bedeutung erhalten.
#684Zwischen den Verfassungsschranken für Abgabenbelastung, dem Verfassungsgebot für materiell ausgeglichene Haushalte und dem Privatisierungsgebot besteht ein zwingender Zusammenhang, wenn das Ziel der Reduzierung der Staatsquote erreicht werden soll.
#712 In dem Bereich, in dem Politik gestalten kann und muß, hängen die Chancen der heute Jungen auf eine gesicherte Altersversorgung vor allem davon ab, welchen Beitrag wir heute durch Sparen für eine gute Kapitalausstattung leisten.
#713Denn die Kapitalausstattung entscheidet zusammen mit der Qualität von Bildung, Ausbildung und der Wirtschaftsordnung, wie hoch morgen das Sozialprodukt sein wird, aus dem Renten und Pensionen zu leisten sind.
#714Trotz steigender Beiträge für die Gesetzliche Rentenversicherung nimmt ihre Leistungsfähigkeit beständig ab.
#740 Einmal im Jahr muß die Bundesregierung eine Generationenbilanz vorlegen, in der über die Belastungen der Generationen von heute und morgen umfassend berichtet wird.
#741In ihr müssen Haben und Soll ausgewiesen sein: Auf der einen Seite die Leistungen beispielsweise für Bildung und Ausbildung, Infrastruktur und soziale Sicherheit.
#742Auf der anderen Seite die Belastungen beispielsweise durch Staatsverschuldungen, Pensionslasten und Generationenverträge.
#85
Solange es ein Gefälle in der Verteilung von Machtpositionen, Einkommen und Zeit zu Lasten von Frauen gibt, ist diese Gerechtigkeitsfrage ungelöst.
#86Teilhabegerechtigkeit soll allen Menschen Zugang verschaffen zu den zentralen gesellschaftlichen Ressourcen: Arbeit, Bildung und demokratische Mitbestimmung.
#87Gerechter Zugang muss immer wieder bewusst gegen die vorhandene soziale Ungleichheit hergestellt und institutionell abgesichert werden.
#88Bildung entscheidet in unserer Gesellschaft maßgeblich über die Möglichkeit zur Gestaltung des eigenen Lebens.
#89Arbeit bringt die eigenen Fähigkeiten zum Tragen und betrifft einen wichtigen Teil unserer Identität.
#209 Wir wollen den freien und gleichberechtigten Zugang zu Informationen – und keine Spaltung in Informationsreiche und Informationsarme.
#210Und wir brauchen ein Bildungssystem, das die neuen Qualifikationen der Wissensgesellschaft auch wirklich in die Breite vermitteln kann.
#211Bio- und Gentechnologie.
#224 Denn dessen traditionelle Finanzierungsbasis schrumpft.
#225Auch unsere Steuer-, Bildungs- und Beschäftigungssysteme müssen sich im Zuge des demografischen Wandels verändern.
#226Der demografische Wandel stellt die Gerechtigkeitsfrage neu.
#338 Wir wollen nicht, dass zentrale ökologische und ökonomische Fragen von marktbeherrschenden Global Playern entschieden werden, statt durch die demokratische Teilhabe der Menschen.
#339Deshalb setzen wir einerseits auf einen demokratisch verantworteten Ordnungsrahmen und andererseits auf ökologische Information und Bildung, auf ökonomische Anreize für um- weltfreundliche Techniken und Produkte sowie auf Vereinbarungen mit der Industrie.
#340Wir setzen uns für erweiterte Informations- und Beteiligungsrechte der Öffentlichkeit bei umweltrelevanten Planungsverfahren ein und fordern die Transparenz öffentlicher Umweltdaten von Betrieben und Verwaltungen.
#377 Nachhaltige Entwicklung wird nur gelingen, wenn möglichst viele Menschen in ihrer jeweiligen Verantwortung und in ihrem jeweiligen Handlungsbereich sich daran orientieren.
#378Erziehung, Bildung und Ausbildung sowie der private oder öffentliche Diskurs können zwar nachhaltige Konsummuster und Lebensstile nicht konkret vorschreiben.
#379Sie müssen jedoch verstärkt dazu beitragen, dass Menschen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung verantwortlich handeln lernen.
#466 Unser Leitbild ist die Stadt der kurzen Wege, in der die verschiedenen Funktionen der Stadt wieder enger zusammengeführt werden.
#467Wohnen und Arbeiten, Freizeit und Bildungseinrichtungen wie auch Einkaufsmöglichkeiten sollten möglichst keine langen Anfahrtswege verlangen.
#468Die Qualität des Wohnens und der Wohnumgebung ist in vielen Stadtteilen und Siedlungen zu verbessern – für Kinder ebenso wie für die älter werdende Stadtgesellschaft.
#477 Bodenrecht und Bodenbesteuerung sollen zum Abbau des Bodenpreisgefälles zwischen innen und außen beitragen.
#478Die Erschließung von Neubauland soll an die Bildung von Fonds für Flächenrecycling gebunden werden.
#479Kommunales Bodenmanagement muss selbstverständlich werden.
#706 Wir wollen die Förderung mit Kontrollmechanismen versehen, die Ineffizienz und Missbrauch verhindern.
#707Wir legen besonderen Wert auf den Aufbau von „Wissens-, Bildungs- und Forschungsregionen” im Osten.
#708Vor dem Hintergrund der grundlegenden Veränderungen, die die Wissensgesellschaft mit sich bringt, sehen wir im Ausbau einer leistungsfähigen wissenschaftlichen Infrastruktur die Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und damit für die Schaffung und den Erhalt von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.
#709Dazu gehören auch – im Sinne der „lernenden Regionen” – neue Formen der Weiterbildung, der Kooperationen von Bildungseinrichtungen untereinander und der Vernetzungen innerhalb der Regionen.
#710Unser Ziel ist es, die Mittel für den Hochschulbau und für die Forschung in Ostdeutschland überproportional aufzustocken und mit der Bereitstellung eines Innovationsfonds die Herausbildung regionaler Entwicklungskerne zu fördern.
#767 Die Innovationszyklen verkürzen sich rapide.
#768Das Qualifikationsniveau der Beschäftigten steigt; Bildung und Weiterbildung werden zum Schlüssel für beruflichen Erfolg.
#769Die Teilhabe daran darf nicht vom Einkommen oder der sozialen Herkunft abhängen.
#791 Wir setzen auf regionale Wirtschaftskreisläufe zwischen Stadt, Region und ländlichem Raum, die sich durch Kooperation, Führungsvorteile, Austauschfunktion und wechselseitige Nachfrage stärken.
#792Innovative Dienstleistungs- und Produktionsmethoden, umweltfreundliche Technologien und ortsspezifische Wissens- und Bildungsmerkmale werden zum Standortfaktor und Imagewert einer ganzen Region.
#793Regionale Wirtschaftskreisläufe sind förderlich für Handwerk, kleine Dienstleistungsbetriebe und eine verbrauchernahe Landwirtschaft.
#799 So genannte weiche Standortfaktoren
#800werden vor allem für die modernen Zweige der Wirtschaft immer wichtiger. Intakte Umwelt, Qualität des Bildungssystems und der Kinderbetreuung und Qualifikation der Arbeitskräfte, kulturelles Angebot, Toleranz und Weltoffenheit entscheiden heute oftmals darüber, wo wirtschaftliche Tätigkeit aufgenommen wird und wo nicht.
#801Modernisierungspolitik, die diesen Zusammenhang ignoriert, kann ihre Ziele nicht erreichen.
#858 Gleichzeitig müssen für die Zukunft wichtige Investitionen möglich bleiben.
#859Um die richtige Balance zwischen Sparen und Investieren zu finden, muss der Investitionsbegriff im Sinne der Nachhaltigkeit neu gefasst werden und auch Ausgaben für Bildung, Wissenschaft und vorsorgenden Umweltschutz umfassen.
#860Wir sind für einen aktivierenden Föderalismus, bei dem die Rolle der Kommunen gestärkt wird.
#869 Eine Politik der Marktöffnung gegenüber dem Süden muss durch das Engagement für international geltende soziale, ökologische und geschlechterdemokratische Mindeststandards flankiert werden, um eine bloße Dumpingkonkurrenz zu vermeiden.
#870Zu diesen Mindeststandards gehören das Streikrecht und das Recht auf Bildung freier Gewerkschaften.
#871Wir unterstützen den Aufbau solidarischer Handels-Netzwerke, die einen fairen Preis für Produkte garantieren, um sicherzustellen, dass diese unter humanen und ökologisch vertretbaren Bedingungen hergestellt werden.
#895 Vorrangiges Ziel unserer Politik ist es, Armut und soziale Ausgrenzung zu vermeiden und die soziale Lage der am schlechtesten Gestellten zu verbessern.
#896Wir wollen Teilhabegerechtigkeit herstellen, die allen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu den wichtigsten gesellschaftlichen Bereichen Bildung, Arbeit und politische Partizipation eröffnet.
#897Massenarbeitslosigkeit ist unakzeptabel und nach wie vor eine ungelöste Gerechtigkeitsfrage in unserer Gesellschaft.
#935 Wege aus der Arbeitslosigkeit
#936und Armut brauchen als Ausgangsbasis eine verlässliche soziale Grundsicherung. Zuverlässige Sozialsysteme und gute Bildungschancen sind eine entscheidende Voraussetzung, um soziale Ausgrenzung zu vermeiden, Risikobereitschaft und Veränderungsfähigkeit zu fördern und politische Stabilität zu sichern.
#937Das höchste Armutsrisiko tragen junge Familien mit Kindern, weil sie einen höheren Finanzbedarf haben, über geringere Einkommen verfügen und noch nicht auf Vermögen zurückgreifen können.
#940 Armut zeigt sich in einem Mangel an Geld, aber sie entsteht oft aus einem Mangel an sozialen Beziehungen und an Gelegenheiten, eigene Fähigkeiten zu entwickeln und einzusetzen.
#941Je besser Menschen mit anderen vernetzt sind, um so wahrscheinlicher ist es auch, dass sie in bezug auf Arbeit, Bildung und Gesundheit bessere Chancen haben.
#942Eine moderne Politik gegen die Armut muss deshalb mehr umfassen als materielle Transfers.
#1026 Es ist besser, Arbeit zu finanzieren als Arbeitslosigkeit.
#1027Wir brauchen Beschäftigungsbrücken zwischen Arbeitslosigkeit und Beschäftigung, zwischen Teilzeitund Vollzeitbeschäftigung, zwischen selbständiger und abhängiger Beschäftigung, zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem, zwischen Kindererziehung, Erwerbstätigkeit und Ehrenamt, Pflegearbeit sowie zwischen Erwerbstätigkeit und Rente.
#1028Der Erwerb von sozialen Ansprüchen auch in der Nicht-Erwerbsarbeit ist dabei wichtige Rahmenbedingung.
#1067 Flexible Arbeitszeitregelungen, mehr Teilzeitarbeitsplätze, erweiterte Laden- und Kindergartenöffnungszeiten oder ein gesundes Mittagessen in Kindertagesstätte und Schule machen das Leben mit Kindern einfacher.
#1068Es braucht eine langfristige Qualitätsoffensive, die den Anforderungen an kindgerechte Betreuung, vorschulische Bildung und Wertevermittlung gerecht wird.
#1069Das Leben mit Kindern darf nicht automatisch auch das Ausscheiden eines Elternteils aus dem Berufsleben erfordern.
#1074 Es kommt aber nicht nur auf die Betreuungsangebote an, mehr denn je ist eine in jeder Hinsicht kinderfreundliche Unternehmenskultur notwendig, die stärker als in der Vergangenheit auch Thema der Tarifparteien werden muss.
#1075Bildungsreform für die Zukunft
#1076Eine kindergerechte Gesellschaft ist ohne eine grundlegende Bildungsreform nicht denkbar. Schulen und Kindergärten brauchen mehr Freiheiten, um sich besser an den Bedürfnissen der Kinder orientieren zu können.
#1370 Aufbruch in die Wissensgesellschaft bedeutet für uns, allen Menschen die soziale, kulturelle und ökonomische Teilhabe an einer sich rasch wandelnden Gesellschaft zu ermöglichen. Bildung ist mehr als instrumentelles, auf Verwertung gerichtetes Wissen.
#1372Sie ist ein Schlüssel für die Entfaltung der Persönlichkeit und die kritische Auseinandersetzung mit der Welt.
#1376 Wissensbestände wachsen, gleichzeitig werden die „Verfallszeiten” des Wissens immer kürzer.
#1377Je nach Bildungsvoraussetzungen und sozialem Status erfahren Menschen diesen Wandel stärker als Chance oder als Bedrohung überkommener Sicherheiten.
#1378Wissen ist zur entscheidenden Produktivkraft moderner Ökonomien geworden.
#1387 An die Stelle von autoritären Strukturen können prozessorientierte, dezentrale und flexible Abläufe in Betrieben und Verwaltung treten.
#1388Bildung, Forschung und Entwicklung erhalten eine herausragende Bedeutung für die Entwicklung der Volkswirtschaft.
#1389Mit dem Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft verschieben sich die Grenzen zwischen Erwerbstätigen und Lernenden.
#1406 Ständiges Lernen wird zu einer wesentlichen Voraussetzung, um im Beruf, als Staatsbürger, als Konsument, in der Familie – wo auch immer – bestehen zu können.
#1407Bildung und Beruf verschränken sich miteinander oder wechseln sich in rascher Folge ab.
#1408Erstausbildung und Weiterbildung, Erst- und Zweitstudium lösen sich in neuen integrierten Formen und Konzepten des Lebensbegleitenden Lernens auf.
#1412 Gerechtigkeit in der Wissensgesellschaft.
#1413In dem Maße, in dem in unserer Gesellschaft Wissen zum Schlüssel für die beruflichen Chancen und gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten wird, gewinnen Bildung, Ausbildung und Weiterbildung an Bedeutung.
#1414Damit werden der Zugang zu Bildung und der souveräne Umgang mit dem explodierenden Wissen zentral für die Verteilung von Berufs- und Lebenschancen.
#1415Eine Politik für soziale Gerechtigkeit muss daher aufmerksam sein für ungleiche Verteilung von Bildungschancen.
#1416Es ist ein verheerendes Attest für unser Bildungssystem, dass es wie kaum ein anderes in den industrialisierten Ländern soziale Ungleichheit verstärkt.
#1417Das gilt insbesondere für die Kinder von MigrantInnen, die zu einem Großteil ohne qualifizierten Schulabschluss bleiben.
#1418Demokratische Bildungspolitik darf Benachteiligungen nicht fortschreiben, sondern muss sie so weit wie möglich ausgleichen.
#1419Die Erneuerung unseres Bildungssystems, von den Kindertagesstätten, den Schulen bis zu den Hochschulen und den Weiterbildungsinstitutionen, ist deshalb eine Schlüsselfrage für
#1420Chancengerechtigkeit in der Zukunft. Der Übergang zur „Wissensökonomie“ wirft die Frage nach der privaten Verwertung von Wissen und öffentlichen Zugänglichkeit zu Wissen in neuer Schärfe auf.
#1427 Zum freien Zugang zu den Möglichkeiten der Neuen Medien gehört auch der verstärkte Einsatz freier Software.
#1428Wir fordern deshalb die Anwendung von Open-Source-Systemen in Bildungseinrichtungen und in der öffentlichen Verwaltung dort, wo es sinnvoll ist.
#1429Zukunftsfähige, auf globale Gerechtigkeit orientierte Politik steht vor der Aufgabe, eine wachsende Wissens- und Wohlstandskluft zwischen den forschungsstarken, informationstechnologisch hochgerüsteten Gesellschaften und den verarmten Regionen an der Peripherie der globalen Wissensgesellschaft zu vermeiden.
#1430Die Spaltung in prosperierende und ökonomisch ausblutende Regionen wird durch die Ungleichverteilung von Forschungskapazitäten, Bildung und technologischer Infrastruktur verdoppelt und verschärft; das Internet verwandelt die Welt mitnichten in ein einziges „globales Dorf“, das alle mit allen vernetzt.
#1431Nachhaltigkeit in der Wissensgesellschaft.
#1432Bildung muss am Leitbild der „nachhaltigen Entwicklung“ orientiert sein.
#1433Sie soll die Menschen befähigen, ihre berufliche Tätigkeiten ebenso wie ihren persönlichen Lebensstil unter dem Aspekt ökologischer Folgewirkungen, sozialer Risikoabschätzungen und globaler Gerechtigkeit kritisch zu reflektieren.
#1439 Demokratie in der Wissensgesellschaft.
#1440Bildung legt die Grundlage für die gesellschaftliche, politische und ökonomische Teilhabe jedes einzelnen Menschen.
#1441Sie ermöglicht, eigene Interessen zu formulieren, soziale Zusammenhänge zu erkennen und sich selbstbewusst in Gesellschaft und Demokratie einzumischen.
#1442 Diese Fähigkeiten müssen von jedem Menschen neu erworben und gelernt werden.
#1443Bildungseinrichtungen, vor allem die Schulen und Hochschulen, müssen deshalb zu Orten demokratischen Lebens und Lernens werden, die durch ihre innere Verfassung zu selbstverantwortlichem und sozialem Verhalten ermutigen.
#1444II.
#1445Bildung in der Wissensgesellschaft
#1446Bildung ist für uns vor allem Persönlichkeitsbildung. Sie ist Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang der Menschen mit sich selbst, mit anderen Menschen und mit der Umwelt.
#1447Eine solche Bildung ermöglicht Urteils- und Kritikfähigkeit, Empathie und Solidarität.
#1448Sie schärft den Blick für gesellschaftliche und politische Alternativen zum Status quo und fördert das kreative und innovative Potenzial jedes Einzelnen.
#1449Bündnisgrüne Bildungspolitik steht für entdeckendes und selbständiges Lernen.
#1450Kinder wollen lernen.
#1451Diese Freude am Lernen zu fördern, Menschen ein Leben lang die Lust auf neue Herausforderungen zu erhalten, ist der Auftrag aller Bildungseinrichtungen.
#1452Eine neue Bildungsreform
#1453Das miserable Zeugnis, das internationale vergleichende Studien dem deutschen Bildungssystem ausstellen, unterstreicht: Deutschland braucht eine neue Bildungsreform, eine Renaissance von Bildung und Bildungspolitik. In den 60er- und 70er- Jahren waren Bildungsreformen zentraler Motor gesellschaftspolitischer Innovation.
#1454Die positiven Impulse dieser Reformphasen sind jedoch verebbt.
#1455Die neue Bildungsreform kann jedoch nicht, wie ihre Vorgängerin, in erster Linie auf große staatliche Entwürfe und Interventionen setzen.
#1456Deshalb müssen die dezentralen Einheiten gestärkt und insbesondere die Akteure vor
Ort in die Lage versetzt werden, eigenständige Reformanstrengungen zu unternehmen. #1464 Alle Bestrebungen in verschiedenen Bundesländern, die Schulstrukturen zugunsten früherer Sortierung von Kindern zu verändern, werden von uns abgelehnt.
#1465Stattdessen unterstützen wir alle Bemühungen für eine längere gemeinsame Grundschulzeit sowie zur Integration verschiedener Bildungsgänge in einer Schule.
#1466Die Schule der Zukunft muss der zunehmenden Heterogenität ihrer Schülerschaft Rechnung tragen, ohne neue soziale Barrieren zu errichten.
#1468 Wer Spitzenleistung will, muss alle SchülerInnen fördern.
#1469Auch das ist ein empirisch verbürgtes Ergebnis der internationalen Bildungsforschung.
#1470Unter Berücksichtigung der föderalen Zuständigkeiten und der unterschiedlich ausgestalteten Schulsysteme in den einzelnen Bundesländern müssen in den jeweiligen Ländern unterschiedliche Wege beschritten werden.
#1480 Schulen in sozialen Brennpunkt-Gebieten sollten eine höhere Grundfinanzierung erhalten.
#1481Unterschiedliche Schulprofile und mehr Wettbewerb zwischen Bildungseinrichtungen um das qualitativ beste Angebot sollten ebenso selbstverständlich sein wie ein transparenter Leistungsvergleich zwischen ihnen.
#1482Um die Übergänge zwischen den Bildungsangeboten offen zu halten, müssen Abschlüsse aus den verschiedenen Bildungseinrichtungen miteinander kompatibel sein.
#1483Ein ist ohne das Bildungspotenzial
#1484von Frauen ebenso wie von Männern nicht möglich. Obwohl Frauen in den herkömmlichen Bildungsabschlüssen überproportional gut und häufig abschließen, sind ihnen viele Berufsbereiche und Führungspositionen nach wie vor verschlossen.
#1485Die Durchsetzung von Geschlechtergerechtigkeit muss deshalb zum Qualitätsmerkmal der Bildungsreform wie der Bildungsinstitutionen werden.
#1486Die Defizite der Institutionen, die Frauen benachteiligen, sind aufzuheben.
#1487Alle Bildungsprozesse, Handlungen und Institutionen sind einem Gender Mainstreaming- Verfahren zu unterwerfen.
#1488Schule für den ganzen Tag
In einer offenen Schule findet Lernen nicht nur in der Schule statt. #1493 Wir wollen daher die Schule für den ganzen Tag als ein offenes Haus des Lernens und der Begegnungen, die Kindern und Jugendlichen vielfältige Lernerlebnisse, Anregungen und soziale Kontakte ermöglicht.
#1494Bildungspolitik gegen Ausgrenzung
#1495Die gesellschaftliche Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen fängt in Kindergarten und Schule an. Im gemeinsamen Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen wird gelernt, dass es normal ist, verschieden zu sein.
#1496 Die sonderpädagogische Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in der wohnortnahen Regelschule muss gesichert werden.
#1497In einer freien und pluralen Gesellschaft sind Bildungseinrichtungen Orte der Integration von Menschen mit unterschiedlichem sozialen und kulturellen Hintergrund und mit unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen.
#1498An einer guten Schule erleben junge Menschen, was diese Gesellschaft zusammenhält und dass es sich lohnt, sich für das faire Zusammenleben einzusetzen.
#1499Qualitätsziele und Evaluation
#1500Wir wollen Bildungsinstitutionen unterstützen, die Schlüsselqualifikationen von heute vermitteln: Selbstverantwortung, Eigeninitiative, soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, Lernkompetenz, Kritikfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, emotionale Intelligenz und Medienkompetenz. Bildungseinrichtungen – vom Kindergarten bis zur Hochschule – müssen Qualitätsziele für ihre Arbeit definieren und sich einer transparenten Qualitätskontrolle stellen.
#1501Die Evaluierung von öffentlich geförderten Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen sollte zur Selbstverständlichkeit werden.
#1502Lehrpläne und Didaktik müssen auf geschlechtsspezifische Bevorzugung und Benachteiligung hin überprüft werden.
#1503 Dies gilt insbesondere für naturwissenschaftliche Fächer.
#1504Wir wollen, dass eine Erziehung zum Frieden als fester Bestandteil in allen Bildungseinrichtungen verankert wird.
#1505Bildungsauftrag des Kindergartens
#1506Wir betonen den Bildungsauftrag des Kindergartens und wollen ihn stärken. Vorschulische Bildung leistet einen wichtigen Beitrag zum sozialen Chancenausgleich.
#1507Kinder haben ein Recht
darauf, in ihrer natürlichen Neugier unterstützt zu werden. #1510 Interkulturelles Lernen, das Interesse an und der Respekt vor anderen kulturellen Traditionen, muss im Kindergarten beginnen.
#1511Bildungspolitik in der Einwanderungsgesellschaft Integration von MigrantInnen und deren demokratische Teilhabe an der Gesellschaft kann nur erfolgreich sein, wenn sie stärker in Bildung, Aus- und Weiterbildung einbezogen werden.
#1512Bildung ist gerade für MigrantInnen der Schlüssel für beruflichen Erfolg und gesellschaftliche Integration.
#1513Dafür braucht es eine Umstellung unserer Bildungseinrichtungen – vom Kindergarten bis zur Hochschule – auf interkulturelles Lernen.
#1514Das erfordert auch die stärkere Repräsentanz von MigrantInnen unter den Lehrenden.
#1515 Insbesondere in den frühen Stufen ist die Erlangung von Sprachkompetenz und die Förderung der deutschen Sprache elementar für den späteren Schulerfolg.
#1516Zugang zum Lebensbegleitenden Lernen
#1517In einer lernenden Gesellschaft gestaltet der Mensch seine Bildungsbiografie individuell. Grundsätzlich werden Lernzeiten anders als heute auf die Biografie verteilt sein.
#1518 Die Zeit der Erstausbildung wird kürzer, während die Bedeutung der Weiterbildung in späteren Lebensphasen steigt.
#1519Um diese unterschiedlichen Bildungszeiten besser als heute miteinander verknüpfen zu können, treten wir für eine bessere Verzahnung der Erst- und Weiterbildung sowie für eine bessere Durchlässigkeit zwischen den Bildungseinrichtungen ein.
#1520Auch die Berufsausbildung muss sich den veränderten Bedingungen sich ständig wandelnder Anforderungen und Berufsbilder stellen.
#1521Daher soll sich die berufliche Bildung zukünftig als „Baukastensystem“ aufbauen, dessen Elemente sowohl in der ersten Phase beruflicher Grundbildung als auch in der Weiterbildungsphase absolviert werden können und bis hin zur Meisterprüfung neu organisiert werden.
#1522Die berufliche Erstausbildung muss sich, damit sie Nachhaltigkeit hat, auf Kernqualifikationen konzentrieren. #1543 berufliche Qualifikation, desto höher die Weiterbildungsbeteiligung.
#1544Geringerqualifizierte sind in der Weiterbildung unterrepräsentiert, das gilt für innerbetriebliche Fortbildungen genauso wie für die Angebote von freien Bildungsträgern.
#1545Neugier und Offenheit für neue Ideen sind ebenso wenig an eine bestimmte Altersstufe gebunden wie die Fähigkeit sich ausund weiterzubilden.
#1548 Die Teilhabe an Weiterbildungsangeboten muss flächendeckend gewährleistet werden.
#1549Regionale Netzwerke zwischen öffentlichen Bildungseinrichtungen, freien Trägern, Unternehmen, Städten und Gemeinden sollen die vorhandenen Kapazitäten bündeln und flexibel miteinander kombinieren.
#1550Kompatibilität und Anerkennung erbrachter Leistungen muss auch auf europäischer Ebene gewährleistet werden.
#1570 Gruppen auch Migranten und Menschen mit Behinderungen.
#1571Bildungsfinanzierung in der Wissensgesellschaft Ein Bildungswesen der Zukunft benötigt ein reformiertes und von allen getragenes System der Bildungsfinanzierung.
#1572Ein effizienter, sparsamer und transparenter Umgang mit Finanzmitteln
#1573und eine öffentliche Rechenschaftslegung sollen für alle Bildungseinrichtungen selbstverständlich werden. In der Bildungsfinanzierung bedarf es einer neuen Balance von privaten und öffentlichen Mitteln.
#1574Das gegenwärtige System der Bildungsfinanzierung ist ungerecht, ineffektiv und weit entfernt davon, Chancengleichheit und Teilhabegerechtigkeit zu verwirklichen.
#1575Heute entscheiden unterschiedliche sozio-kulturelle Voraussetzungen und nicht zuletzt die finanzielle Lage der Eltern wesentlich über den Verlauf von Bildungsbiografien.
#1576Untersuchungen zu Lernausgangslagen zeigen, dass Schulen Ungleichheit begünstigen.
#1578 Berufliche Ausbildung darf gegenüber anderen Ausbildungen nicht benachteiligt werden.
#1579In der Haushaltspolitik müssen Bildungsausgaben als Investition in die Zukunft Priorität haben.
#1580Der Anteil der Bildungsausgaben an den öffentlichen Haushalten soll schrittweise erhöht werden.
#1581Reformen können aber nicht allein durch die Erweiterung öffentlicher Finanzierung erreicht werden.
#1586 ihren Schulen und Hochschulen etwas zurückgeben, ist in Deutschland noch zu entwickeln.
#1587Eine nachhaltige Bildungsfinanzierung sichert das Grundrecht auf Bildung unabhängig von der sozialen Herkunft und gewährleistet auch den lebenslangen Zugang zu Bildung und Weiterbildung.
#1588Es ist ein Gebot der Gerechtigkeit, dass die Bildungsphasen der frühen Kindheit erheblich besser gefördert werden, als dies heute der Fall ist.
#1589Ziel einer gerechteren Mittelverteilung ist es ebenso, Benachteiligungen auszugleichen.
#1590Wo soziale Schwächen, psychische oder körperliche Behinderung die Menschen daran hindern, aus den Bildungsangeboten Gewinn zu ziehen, sind kompensatorische Maßnahmen und ein intensiver Mitteleinsatz erforderlich.
#1591Im Zentrum der Bemühungen um ein neues System der Bildungsfinanzierung muss ein optimales Angebot für die Lernen-
#1592den stehen. Dieses Ziel ist Ausgangspunkt und Zentrum der Neuorientierung.
#1593Dazu ist sowohl eine Reform der staatlichen Bildungsfinanzierung als auch ein neues Modell der Finanzierung des Lebensunterhalts der Lernenden notwendig, um so Bildung wieder breiten Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen und die vorhandenen sozialen Selektionen im Bildungssystem abzubauen.
#1594Instrumente der Bildungsfinanzierung müssen einen Innovationsschub für Bildungseinrichtungen auslösen und soziale Hürden abbauen.
#1595III.
#1604 Dafür braucht es international verbindliche Normen und Vereinbarungen.
#1605Die europäische Union muss auf diesem Weg vorangehen und die UNESCO als Welt-Bildungsund Kulturorganisation gestärkt werden.
#1606Die gleichberechtigte Beteiligung der Frauen in den Wissenschaften bedeutet mehr als nur soziale Gerechtigkeit.
#1642 Allen Menschen sollen die Chancen der neuen Technologien offen stehen; eine digitale Spaltung der Gesellschaft muss vermieden werden.
#1643Darum wird die Vermittlung von Medienkompetenz zu einer der wichtigsten Aufgaben des Bildungssystems.
#1644Soweit in den bestehenden Lehrplänen und Vermittlungsformen geschlechtsspezifische Barrieren aufgebaut sind, müssen sie beseitigt werden.
#1659 Medienmonopole gefährden die Meinungsfreiheit und das Recht auf Information.
#1660Schlüsselprojekt: Wissenszugang als
#1661Bürgerrecht In einer Gesellschaft, in der Bildung und Wissen zu entscheidenden Faktoren für beruflichen Erfolg und soziale Teilhabe werden, rückt der Zugang zu Wissen ins Zentrum der sozialen Frage. Es muss verhindert werden, dass die Gesellschaft entlang einer neuen „digitalen Kluft“ geteilt wird, die die modernen „Wissensarbeiter“ von denjenigen trennt, die keinen Zugang zu anspruchsvoller Bildung und neuen Technologien haben.
#1662Über die allgemeine Schulpflicht hinaus muss der Staat den Zugang zum Wissen unserer Zeit für alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes ermöglichen.
#1669 Auch international muss der freie und faire Zugang zu Wissen gesichert werden. Die reichen Gesellschaften des Nordens stehen in der Pflicht, den Aufbau moderner und für alle zugänglicher Bildungs-, Informations- und Kommunikationssysteme in den Ländern des Südens finanziell und technologisch zu unterstützen.
#1671Gleichzeitig fordern wir, die Herausbildung globaler Medienmonopole durch ein striktes internationales Kartellrecht zu unterbinden und die globale Informationsvielfalt durch verbindliche internationale Vereinbarungen zu sichern.
#1678 Kultur und Selbstbestimmung.
#1679Kulturelle Vielfalt, künstlerische Freiheit, der Zugang zu kultureller Bildung sind zentrale Voraussetzungen für Freiheit und Selbstbestimmung.
#1680Der Kulturbegriff hat sich erweitert.
#1955 Zahlreiche Politikbereiche wie die Kinder-, Jugend- und Sozialpolitik tragen zur Prävention bei.
#1956Die Bildungsund Ausbildungspolitik sowie die Teilnahme am Erwerbsleben und die soziale Sicherheit sind wichtig zur Verhinderung von Kriminalität.
#1957Zum Schutz vor sexualisierter Gewalt ist auch die Veränderung gesellschaftlicher Rollenbilder und von Machtverteilung ein wesentlicher Aspekt langfristiger Prävention.
#2073 Aufgabe bündnisgrüner Politik ist es, die Rahmenbedingungen, in denen sich dieses Geschlechterverhältnis ausbildet, so zu beeinflussen, dass Frauen und Männer gleichberechtigt und miteinander die Gesellschaft, in der sie leben, gestalten können.
#2074Geschlechterpolitik hat Konsequenzen für alle anderen Politikfelder: für die Gestaltung von Arbeit und Wirtschaft, von Lebensweisen und Familie, von sozialer Sicherung und Steuern, von Bildung und Wissenschaft, von Forschung und Technologie.
#2075Alle Politikfelder müssen auf den Prüfstand der Geschlechtergerechtigkeit.
#2076 Gerechtigkeit im Geschlechterverhältnis.
#2077Die Teilhabe an Bildung, Arbeit und Einkommen und Eigentum, an gesellschaftlicher und politischer Mitgestaltung muss gerecht zwischen den Geschlechtern geteilt werden.
#2078Dabei geht es nicht nur um die gerechte Teilhabe der Frauen an den gesellschaftlichen Gütern, sondern auch um die gerechte Teilnahme der Männer an den Lasten der Familienfürsorge.
#2122 Wir setzen uns dafür ein, dass professionelle Maßnahmen, die für den Schutz von Opfern sexueller, physischer und psychischer Gewalt unerlässlich sind, wie Frauenhäuser und Zufluchtsmöglichkeiten, Beratungsangebote, Opfer- und Zeuginnenschutzprogramme flächendeckend als niedrigschwellige Angebote ausgebaut werden.
#2123Wir wollen präventive Programme geschlechtsspezifischer Anti-Gewaltarbeit auf allen Ebenen der Jugend-, Bildungs- und Sozialarbeit zur nachhaltigen Beseitigung männlicher, insbesondere sexualisierter Gewalt fördern.
#2124Jungen- und Männerarbeit muss auch darauf ausgerichtet sein, partnerschaftliche Erziehungs- und Rollenmodelle einzuüben.
#2130 Die professionellen Assistenzen von Fachberatungsstellen wollen wir fördern.
#2131Gehandelte Frauen und ihre Kinder müssen Zugang zu juristischer Beratung und Begleitung, zu Bildung und Ausbildung, zum Arbeitsmarkt und zur gesundheitlichen Versorgung haben.
#2132Gerade gehandelte Frauen als Opfer von Menschenrechtsverletzungen wollen wir vor jeder weiteren Diskriminierung bewahren, wie vor Abschiebehaft, unfreiwilliger Rückkehr oder Abschiebung.
#2185 Die gerechte Teilhabe beider Geschlechter an allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufgaben voranzutreiben, ist Ziel bündnisgrüner Politik.
#2186Wir wollen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass im Alltagsleben Bildung, Berufsarbeit und Sorgearbeit gleichermaßen zwischen Frauen und Männern aufgeteilt wird.
#2187Durch Gesetze, Dialog und Überzeugungsarbeit wollen wir in Politik und Gesellschaft die Weichen zur Durchsetzung von Geschlechtergerechtigkeit stellen.
#2195 Frauen sind vielerorts die Initiatorinnen für den Aufbau existenzsichernder Kleinökonomien.
#2196Oft müssen sie für Wohnen, Hygiene und Bildung ihrer Großfamilien Sorge tragen.
#2197In Kriegen und Flüchtlingslagern, in Hungersnöten und Umweltkatastrophen kämpfen sie für das Überleben ihrer Familien.
#2201 Die Würde der Frau ist unantastbar.
#2202Ihre Rechte, wie das Recht auf Bildung und das Recht auf Arbeit, müssen respektiert werden, sie müssen Zugang zu Einkommen und Ressourcen erhalten und vor geschlechtsspezifischer Verfolgung und Diskriminierung geschützt werden.
#2203Mädchen und Frauen sind in weiten Teilen der Welt die Verliererinnen der Globalisierung geworden, die ihnen härtere Arbeitsbedingungen bei gleichzeitig zusammenbrechenden gesellschaftlichen Strukturen aufbürdet.
#2445 Sprachen sind ein schützenswertes Kulturgut und sollen auf allen Ebenen in Europa gepflegt werden: Von den Dialekten, regionalen und Minderheitensprachen sowie nationalen Sprachen bis hin zu den übernationalen Sprachen.
#2446Wir wollen deshalb, dass in allen Schulzweigen und in der beruflichen Bildung das Erlernen europäischer Sprachen gewährleistet wird und der Austausch mit anderen europäischen Ländern zum Standard gehört.
#2447Die Entwicklung hin zur Informations- und Wissensgesellschaft erfordert eine stärkere Abstimmung der europäischen Bildungs-
#2448systeme aufeinander und den Ausbau internationaler Ausbildungsstätten. Vor allem die Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit ist eine zentrale Aufgabe europäisch koordinierter Beschäftigungs- und Bildungspolitik.
#2449Wir wollen auch, dass der Jugendaustausch unbürokratisch gefördert wird.
#2469 Dazu gehören Anstrengungen der Europäischen Union, sich auf die Unterstützung von Einsätzen der UNO im Rahmen der Krisenprävention, Friedensbewahrung und -herstellung vorzubereiten.
#2470Wir wollen aber nicht, dass die Bildung gemeinschaftlicher Eingreiftruppen zur Schaffung einer neuen militärischen Großmacht Europäische Union führt.
#2471Die EU-Sicherheitsidentität kann nicht auf die vorhandenen Potenziale atomarer Arsenale gegründet werden.
#2604 Entwicklungszusammenarbeit muss ihre Leitziele auf fünf Dimensionen orientieren: die soziale Dimension, die ökologische, die wirtschaftliche, die friedenspolitische und die frauenpolitische.
#2605Zu diesen Leitzielen gehören Armutsbekämpfung sowie Aufbau und Festigung grundlegender sozialer Sicherungssysteme, Ernährungssicherung, Bildung und Gesundheit ebenso wie die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung.
#2606Dazu gehört die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen durch Klimaschutz, Waldschutz, Sicherung der biologischen Vielfalt, Bekämpfung der Wüstenausbreitung.
#50
Aufgabe linker Politik bei der Schaffung eines modernen Sozialstaates ist der dauerhafte Schutz der Menschen in großen Lebensrisiken wie Krankheit, Arbeitslosigkeit und Armut.
#51Dazu gehört auch die gesellschaftliche Verantwortung für Gesundheit, für Wasser und Energieversorgung, für die Abfallentsorgung, für die Entwicklung der Städte und des ländlichen Raums, für ausreichend kostengünstigen Wohnraum, für öffentlichen Nah- und Fernverkehr, für allgemein zugängliche kostenfreie Bildung, für ein würdevolles Leben im Alter sowie für die Entfaltung von Kultur und Wissenschaft.
#52Der Vorrang der Politik auch in der Wirtschaft muss hergestellt werden.
#86 Große Teile der Bevölkerung wenden sich von der Teilnahme an der demokratischen Willensbildung ab.
#87Ein Widerspruch wird immer stärker: Auf der einen Seite sind Produktivität, Bildungsstand, wirtschaftliche und technologische Leistungsfähigkeit, internationale Arbeitsteilung, Möglichkeiten von Emanzipation und Individualitätsentwicklung fortgeschrittener denn je.
#88Armut, Hunger, Durst, ein Leben in Slums, Analphabetismus und viele Krankheiten können überwunden werden.
#141 Wir streiten für eine Gesellschaft, die jede und jeden an den Bedingungen eines Lebens in Freiheit, sozialer Sicherheit und Solidarität beteiligt.
#142Zu den Freiheitsgütern, die dies erst ermöglichen, gehören die sozial gleiche Teilhabe der Einzelnen an den Entscheidungen in der Gesellschaft, existenzsichernde, sinnvolle Arbeit, Bildung und Kultur, hochwertige Gesundheitsleistungen und soziale Sicherungen.
#143Notwendig ist die Überwindung aller Eigentums- und Herrschaftsverhältnisse, "in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist" (Karl Marx).
#314 Geschlechtergerechtigkeit: Anerkennung vielfältiger Formen des Zusammenlebens statt Privilegierung der Ehe
#315Wir verbinden die Erfahrungen der Frauenbewegungen in Ost und West mit unterschiedlichen feministischen Politikansätzen. Dies bietet die Chance, eine feministische Lesart ökonomischer und gesellschaftlicher Prozesse und eine entsprechende politische Gestaltung in der Arbeitswelt, der Bildung, den Sozialsystemen, der Öffentlichkeit und in der eigenen Organisations- und Politikentwicklung voranzubringen.
#316In der Konsequenz entwerfen wir eine positive Gleichstellungspolitik für Frauen, die den Zugang zu gesellschaftlichen Entscheidungen ermöglicht, ohne ihnen Lebensformen aufzudrängen, die sie mit Verzicht auf persönliche Entfaltungsmöglichkeiten bezahlen.
#328 Sie benötigen rechtliche Anerkennung.
#329Wissenschaft und Bildung, Medien und Kultur: Beitrag zu Aufklärung und Emanzipation statt Selbstvermarktung
#330Die Ergebnisse der Wissenschaften und die Revolution der Informations- und Kommunikationstechnologien haben die Chancen für die freie Entwicklung der Einzelnen erhöht. Doch der Zugang zu Wissenschaft, Bildung, Kultur und Information ist gerade in Deutschland nicht allen in gleicher Weise möglich.
#331Neoliberale Strategien ordnen diese Potenziale der Standortkonkurrenz und dem Zwang zur Selbstvermarktung unter.
#332Statt auf umfassende Bildung wird auf kurzfristig verwertbares Wissen gesetzt.
#333Die Möglichkeiten des Bildungserwerbs werden unter diesem Blickwinkel eingeschränkt.
#334Wissenschaftliche Arbeit muss weit stärker auf die entscheidenden ungelösten Probleme der Gesellschaft konzentriert werden.
#338 Das religiöse und weltanschauliche Bekenntnis ist ein Recht und die Freiheit des Individuums, Teil des intimen Privatbereiches jedes Menschen.
#339Mit unseren politischen Alternativen wollen wir die Teilhabe jedes Menschen am gesamten Reichtum von Wissenschaft, Bildung, Kultur und Information ermöglichen, die kreativen Potenziale wecken und die Beteiligung an gesellschaftlicher Veränderung stärken.
#340Das Recht auf unentgeltliche Bildung gehört ins Grundgesetz.
#341Wir fordern die Verwirklichung dieses Grundrechts für alle, unabhängig von ihrer Nationalität, sozialen Lage, von Geschlecht und besonderer körperlicher und geistiger Verfasstheit.
#342Bildungserwerb, kultureller Austausch und Medienkompetenz sollen ein eigenständiges und freies Leben ermöglichen.
#343Wissenschaft und Kultur sind ein demokratisches Gut und der Allgemeinheit verpflichtet.
#357 Der Zugang zu allen Studienabschlüssen soll frei bleiben.
#358Übergänge aus der beruflichen Bildung in die Hochschulen müssen erleichtert werden.
#359
#376 Unsere Partei wird auch bei künftig stärkerer Verankerung in West wie Ost ihre historisch gewachsene besondere Verantwortung für die Vertretung ostdeutscher Interessen im deutschen Parteiensystem wahrnehmen.
#377Beim Beitritt der DDR zur BRD sind wichtige Erfahrungen aus der DDR, wie eine umfassende Kinderbetreuung, ein modernes Schul- und Bildungssystem, die ökonomische Gleichstellung der Frauen, ortsnahe Kultureinrichtungen und das Prinzip der Polikliniken, auf ihre eventuelle Übernahme für Gesamtdeutschland weder geprüft noch übernommen worden.
#378Dagegen wurden wissenschaftliche und kulturelle Potenziale, soziale Leistungsstandards und vielfältige direkte gesellschaftspolitische Mitwirkungsmöglichkeiten der Menschen in Ostdeutschland zerstört, die Lebenserfahrungen und -leistungen vieler DDRBürgerinnen und -Bürger missachtet und nicht als Bereicherung und Gewinn für ein vereintes Deutschland angesehen.
#432 In der öffentlichen Debatte hebt DIE LINKE den Widerspruch zwischen einzelwirtschaftlicher und gesamtgesellschaftlicher Perspektive hervor.
#433Dringlich sind Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen, breit angelegte Bildungsarbeit, Bildung von Netzwerken und die Beteiligung an wissenschaftlichen Diskussionen.
#434
#33
Unsere Unterstützung gilt den Familien, unsere besondere Solidarität gilt den Schwächsten in unserer Gesellschaft.
#34Wir wollen ein gesundes Leben und gute Bildung für alle.
#35Wir wollen kein Kind zurücklassen.
#113 Wer gering qualifiziert oder nicht mehr jung ist, wird oft vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen.
#114Frauen haben selbst mit den besten Bildungsabschlüssen noch längst nicht den gleichen Zugang zu beruflichem Aufstieg und zu existenzsichernder Arbeit.
#115Wer Arbeit hat, sieht seine Lebensqualität häufig durch steigenden Druck, härtere Konkurrenz und die Anforderung bedroht, immer verfügbar zu sein.
#124 Manche leben schon in dritter Generation von Sozialhilfe.
#125Armsein vererbt sich nicht zuletzt deshalb, weil in Deutschland stärker als anderswo die Bildung von der Herkunft bestimmt wird.
#126Sozialer Aufstieg ist noch immer nicht für alle gleichermaßen erreichbar.
#132 Die Lebenserwartung in Deutschland steigt.
#133Das ist ein großes Geschenk: Länger leben zu können, bedeutet mehr Zeit für Aktivität, Bildung und Genüsse, die lange zurückstehen mussten.
#134Auf der anderen Seite werden mehr Menschen in hohem Alter, zumal wenn sie allein leben, auf die Hilfe der Gesellschaft angewiesen sein.
#232 Sie bedeutet gleiche Freiheit und gleiche Lebenschancen, unabhängig von Herkunft oder Geschlecht.
#233Also meint Gerechtigkeit gleiche Teilhabe an Bildung, Arbeit, sozialer Sicherheit, Kultur und Demokratie, gleichen Zugang zu allen öffentlichen Gütern.
#234Wo die ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen die Gesellschaft teilt in solche, die über andere verfügen, und solche, über die verfügt wird, verstößt sie gegen die gleiche Freiheit und ist darum ungerecht.
#258 Dabei haben wir einen weiten Begriff des Politischen, der nicht auf den Staat reduziert werden darf, sondern zivilgesellschaftliche Allianzen und Netzwerke wie auch das freie, selbstbestimmte Handeln der Menschen einschließt.
#259Politik muss dafür sorgen, dass nicht zur bloßen Ware wird, was nicht zur Ware werden darf: Recht, Sicherheit, Bildung, Gesundheit, Kultur, natürliche Umwelt.
#260Die Demokratie wird sich in Zukunft darin bewähren müssen, dass sie den Zugang zu diesen öffentlichen Gütern gewährleistet, die politische Verantwortung für die Daseinsvorsorge behauptet, die eine gerechte Verteilung von Lebenschancen erst ermöglicht.
#447 Es gibt unterschiedliche nationale Ausprägungen und Traditionen des europäischen Sozialmodells.
#448Gemeinsame Grundlagen für alle Sozialstaaten in Europa sind aber ein leistungsfähiger Staat, Sozialsysteme zur Absicherung elementarer Lebensrisiken, ein hohes Bildungsniveau, öffentliche Daseinsvorsorge, geregelte Arbeitsbedingungen sowie Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
#449Die europäische Sozialunion respektiert nationalstaatliche Traditionen, schafft aber gleichzeitig verbindliche europäische Regeln und Standards, die nicht unterschritten werden dürfen.
#450 Wir wollen Sozialsysteme nicht vereinheitlichen, uns aber mit den anderen Mitgliedstaaten auf einen sozialen Stabilitätspakt verständigen.
#451Für die Vereinbarung eines sozialen Stabilitätspakts zwischen den Mitgliedstaaten schlagen wir Ziele und Standards für die nationalen Sozial- und Bildungsausgaben vor, die sich an der jeweiligen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit orientieren.
#452Wo wirtschaftliche Aktivität grenzüberschreitend ist, dürfen Arbeitnehmerrechte nicht an den Grenzen Halt machen.
#457 Jeder Mitgliedstaat sorgt dafür auf seine Weise, aber das Prinzip soll für die Europäische Union verbindlich festgelegt werden.
#458Die Länder der Europäischen Union müssen um ihrer Zukunft willen mehr in Bildung, Forschung und Innovation investieren.
#459Diese Schwerpunktsetzung muss sich auch im europäischen Haushalt widerspiegeln.
#501 Der demokratische Rechts- und Sozialstaat, unterstützt und begrenzt durch die Zivilgesellschaft, ist verantwortlich für das, was nicht zur Ware werden darf.
#502Bildung ist keine Ware, sondern ein Menschenrecht, dem zu dienen der Staat verpflichtet ist.
#503Sicherheit vor Verbrechen darf niemals zur Ware werden.
#552 Abwertungs- und Ausgrenzungsprozesse in benachteiligten Stadtquartieren müssen verhindert werden.
#553Für mehr Arbeitsplätze, die Verstärkung von Integration und Teilhabe und die Verbesserung des Zugangs zu Bildung und Qualifikation sind übergreifende Konzepte und gemeinsames Handeln gefragt.
#554Die „soziale Stadt“ ist eine Querschnittsaufgabe für alle Politikbereiche.
#602 Wer in Deutschland gleiche Chancen haben und nutzen will, muss die deutsche Sprache lernen und schließlich beherrschen.
#603Wir wollen Bildungsangebote verbessern.
#604Wir hoffen und erwarten, dass sie genutzt werden.
#614 Menschen mit Behinderungen
#615Eine solidarische Bürgergesellschaft zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie Menschen mit Behinderungen Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht. Auf dem Weg dahin ist noch viel zu tun, damit Barrierefreiheit erreicht wird, also Menschen mit Behinderungen Zugang zu bestmöglicher Bildung, existenzsichernder Erwerbsarbeit und ungehinderter Teilhabe am politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden.
#616Wir wollen den Belangen von Menschen mit Behinderungen gerecht werden und ihnen eine umfassende gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.
#621 Der Umgang damit will gelernt sein.
#622Wir wollen Medienkompetenz zu einem Bildungsschwerpunkt machen.
#623Wir verteidigen die Unabhängigkeit der Medien von staatlichen Eingriffen und wirtschaftlichen Machtinteressen.
#629 Wir hatten immer einen weiten Kulturbegriff.
#630Er reicht über die Künste hinaus und bezieht Bildung, geschichtliches Erbe und die Formen des Zusammenlebens ein.
#631So brauchen wir eine politische Kultur, die unsere Demokratie stützt.
#635 Er dient dem inneren und äußeren Frieden, aber auch der Integration.
#636Wenn friedliche Globalisierung gelingen soll, brauchen wir eine Kultur der Anerkennung, die der Ausgrenzung von Minderheiten und ebenso der Bildung von Parallelgesellschaften entgegenwirkt.
#637Wir wollen kulturelle Vielfalt statt fundamentalistischer Verengungen und der Politisierung von religiösen und kulturellen Unterschieden, aber auch statt globaler Monokultur.
#646 Wir bekennen uns zu Deutschland als einem Kulturstaat.
#647Er sichert die Vielfalt der Kulturlandschaft, die kulturelle Bildung, die Pflege unseres Erbes und unserer Erinnerungskultur.
#648Er fördert die Künste und übernimmt Verantwortung für die soziale Absicherung freier künstlerischer Existenzen.
#660 Die SPD und die Frauenbewegung, beide aus der Freiheitsbewegung des 19. Jahrhunderts kommend, verbindet die Idee der Gleichstellung von Frau und Mann.
#661Viele Rechte für Frauen wurden von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten erstritten: das Frauenwahlrecht, gleiche Rechte in Ehe und Familie und gleicher Zugang zu Bildung.
#662Frauen sind heute selbstbewusst und wollen ihr Leben nach ihren Vorstellungen gestalten.
#695 Wir wollen die natürlichen Lebensgrundlagen auch für kommende Generationen sichern.
#696Wir setzen auf wissenschaftlichen und technischen Fortschritt, Bildung und Qualifizierung, um nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen.
#697Qualitatives Wachstum setzt eine wettbewerbsfähige Volkswirtschaft mit hoher Produktivität und Wertschöpfung voraus.
#739 Moderne Dienstleistungspolitik
#740Nicht alle Arbeitsplätze in Deutschland stehen gleichermaßen im internationalen Wettbewerb. Hochqualifizierte und einfache Dienstleistungen für Menschen in Bildung und Gesundheit, lokalem Handwerk, privaten Haushalten und sozialen Diensten bergen aber die größten Beschäftigungspotenziale.
#741Um sie zu erschließen, brauchen wir mehr öffentliche und private Nachfrage nach diesen Dienstleistungen.
#766 Allerdings darf die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte nicht dazu führen, dass wir der kommenden Generation eine marode Infrastruktur hinterlassen.
#767Unsere Verpflichtung gegenüber kommenden Generationen bedeutet: Wir müssen die Verschuldung der öffentlichen Haushalte senken und gleichzeitig mehr Geld in Bildung, Forschung und Infrastruktur investieren.
#768An der Finanzierung der staatlichen Aufgaben müssen sich Unternehmen und Privathaushalte entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit beteiligen.
#777 Die öffentliche Hand muss Geld ausgeben, damit die Konjunktur Impulse erhält und die gesamte Gesellschaft davon profitiert.
#778Eine nachhaltige Wachstumsentwicklung braucht kontinuierlich ansteigende öffentliche Investitionen in Bildung, Forschung und Infrastruktur.
#779Kapital- und Finanzmärkte: Chancen nutzen, Risiken kontrollieren
Eine moderne, global vernetzte Volkswirtschaft braucht einen funktionierenden Kapital- und Finanzmarkt. #899 Sozialdemokratische Politik für Vollbeschäftigung basiert auf vier Säulen: erstens einem möglichst hohen und qualitativen Wachstum, einem Vorsprung bei innovativen Produkten und einer besondern Beschäftigungsdynamik im Dienstleistungsbereich, die zu einem deutlich höheren Angebot an Arbeitsplätzen führen.
#900Zweitens unterstützt der vorsorgende Sozialstaat durch koordinierte Arbeitsmarkt-, Bildungs-, Gleichstellungsund Familienpolitik die Menschen dabei, Übergänge und Unterbrechungen in ihren Erwerbsbiografien zu meistern und ihre Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten.
#901Drittens sind für Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Perspektive haben, besondere Angebote öffentlich geförderter und gemeinwohlorientierter Arbeit nötig.
#966 Sie entlässt niemanden aus der Verantwortung für das eigene Leben.
#967Der vorsorgende Sozialstaat begreift Bildung als zentrales Element der Sozialpolitik.
#968Übergeordnete Aufgabe des vorsorgenden Sozialstaates ist die Integration aller Menschen in die Gesellschaft.
#969Deshalb vernetzt vorsorgende Sozialpolitik unterschiedliche Aufgaben wie Wirtschafts-, Finanz- und Arbeitsmarktpolitik, Bildungs- und Gesundheitspolitik, Familien- und Gleichstellungspolitik oder die Integration von Einwanderern.
#970Die zentralen Ziele des vorsorgenden Sozialstaates sind Sicherheit, Teilhabe und Emanzipation.
#973 Teilhabe aller Menschen an der wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen und politischen Entwicklung ist das Ziel sozialdemokratischer Politik.
#974Zentral dafür sind gute Bildung, existenzsichernde Arbeit und Gesundheit, aber auch die gerechte Verteilung des Wohlstands.
#975Die Qualität des Sozialstaates bemisst sich nicht allein an der Höhe von Transferleistungen, sondern an der Gewährleistung tatsächlicher Lebenschancen, die allen von Anfang an und immer aufs Neue offenstehen müssen.
#1025 Wir schützen die Rechte der Mieter.
#10268 Bessere Bildung, kinderfreundliche
#1027Gesellschaft, starke Familien Soziale Teilhabe und Bildung waren die ersten Ziele der Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert, aus der die Sozialdemokratie hervorgegangen ist. „Unsere Kinder sollen es einmal besser haben“ war ein wichtiges Motiv im Kampf vieler Menschen für eine bessere Zukunft.
#1029 Wir wollen gleiche Lebenschancen für alle.
#1030Über gleiche Lebenschancen entscheiden zuerst und vor allem Bildung und Familie.
#1031Deshalb wollen wir bessere Bildung für alle durchsetzen und Familien stärken.
#1032Unser Ziel ist eine kinderfreundliche Gesellschaft.
#1033Bildung entscheidet unsere Zukunft, sie ist die große soziale Frage unserer Zeit.
#1034Sie erst ermöglicht dem Menschen, sich selbstbestimmt Ziele zu setzen und Träume zu verwirklichen.
#1039 Wir wollen den Anteil von besser qualifizierten Beschäftigten deutlich erhöhen.
#1040Nur Gesellschaften, die ein offenes, sozial durchlässiges und hoch entwickeltes Bildungssystem haben, gedeihen in der globalen Wissensgesellschaft.
#1041Bildung ist mehr als die Vermittlung beruflich verwertbaren Wissens.
#1042Wir wollen eine ganzheitliche Bildung, der es gleichermaßen um Erkenntnis und Kenntnisse geht wie um soziale Kompetenzen, Kreativität, ästhetische Erfahrung, ethische Reflexion und Sensibilität für Werte.
#1043Orientierung ergibt sich nicht notwendig aus Wissen, daher brauchen wir eine Aufwertung der politischen Bildung und der Erziehung zur Demokratie.
#1044Bildung stärkt die Persönlichkeit und befähigt zur Toleranz.
#1045Das Wissen nimmt in atemberaubendem Tempo zu, erworbene Kenntnisse sind rasch überholt.
#1047 Wir wollen Freude am Lernen vermitteln und Offenheit für Ergebnisse der Forschung wecken.
#1048Bildung für alle
#1049Der Staat hat dafür zu sorgen, dass alle den gleichen Zugang zu Bildung haben, unabhängig von ihrer Herkunft. Jeder Mensch hat das Recht auf einen gebührenfreien Bildungsweg von Krippe und Kindergarten bis zur Hochschule.
#1050Wir wollen es verwirklichen.
#1051Ausgrenzung durch mangelnde Bildungschancen ist Unrecht.
#1052Bessere Bildung verlangt höhere Ausgaben.
#1053Sie haben als Investition in Menschen Priorität.
#1055 Wer im Laufe seines Lebens in eine Sackgasse geraten ist, muss die Chance bekommen, Schulabschlüsse gebührenfrei nachzuholen und berufliche Abschlüsse zu erwerben.
#1056Unser Bildungswesen muss von Anfang an die Gleichstellung von Mädchen und Jungen und die Überwindung einschränkender Rollenmuster im Blick haben.
#1057Auch für die Integration Zugewanderter ist Bildung der Schlüssel.
#1058Gemeinsames Lernen fördert soziale Integration.
#1059 Dies gilt auch für Menschen mit Behinderungen.
#1060Damit Bildung alle erreicht, bekämpfen wir den Analphabetismus.
#1061Wir fördern auch einen kompetenten, bewussten und kritischen Umgang mit Computer, Internet und anderen Medien.
#1062Aber Bildung bleibt immer auf die Menschen angewiesen, die sie vermitteln.
#1063Sie alle, ob in Kindertagesstätte, Schule oder Hochschule, können umso erfolgreicher wirken, je mehr sie in der Gesellschaft Verständnis, Anerkennung und Unterstützung finden.
#1067 Niemand kann die Eltern aus der Verantwortung für ihre Kinder entlassen.
#1068Wir wollen ihnen durch Bildungs- und Betreuungsangebote helfen, ihrer Verantwortung gerecht zu werden.
#1069Bildung von Anfang an
#1070Da die ersten Wochen, Monate und Jahre über ein Leben entscheiden können, müssen die Eltern, aber auch Hebammen, Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger auf ihre Aufgabe gut vorbereitet sein. Kindertagesstätten dienen nicht nur der Betreuung, sondern auch der Bildung.
#1071Wir wollen sie zu Eltern-Kind-Zentren ausbauen, in denen Familien Beratung, Weiterbildung und verlässliche Hilfe im Alltag finden.
#1075 Wir verwirklichen den Rechtsanspruch auf gute Betreuung ab dem zweiten Lebensjahr.
#1076Gemeinsam lernen
#1077Über Bildungswege und -chancen wird in unserem Bildungssystem zu früh entschieden. Wir werben daher für ein Schulsystem, in dem Kinder so lange wie möglich zusammen und voneinander lernen.
#1080 Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass dies nicht nur den Lernschwachen, sondern auch den Lernstarken zugute kommt.
#1081Nur so lässt sich die Abhängigkeit der Bildungschancen von der sozialen Herkunft aufbrechen.
#1082Deutschland braucht mehr soziale Durchlässigkeit im Bildungswesen.
#1083Wir wollen die Ganztagsschule ausbauen – als Ort des Lernens und des sozialen Miteinanders.
#1098 Um allen jungen Menschen eine berufliche Erstausbildung zu garantieren, brauchen wir da, wo das duale System nicht mehr genügend Ausbildungsplätze anbietet, eine qualitativ hochwertige öffentlich verantwortete Berufsausbildung.
#1099Die allgemeine Bildung muss stärker mit der beruflichen Bildung verknüpft werden, damit Jugendliche besser auf Berufswahl und berufliche Anforderungen vorbereitet werden können.
#1100Im dualen System haben die Unternehmen die Pflicht, für die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses zu sorgen.
#1118 Zugleich soll unser Land offen sein für Studierende aus anderen Ländern.
#1119Weiterbildung in der lernenden Gesellschaft Für die lernende Gesellschaft wollen wir die Weiterbildung zur vierten Säule unseres Bildungssystems ausbauen.
#1120Auch sie steht in öffentlicher Verantwortung.
#1126 Durch Weiterbildung können ältere Menschen in Beruf und Gesellschaft aktiv bleiben.
#1127Bildung ermöglicht Älteren, auf der Höhe der Zeit zu bleiben.
#1128Kinder und Familien stärken
Kinder verkörpern Freude auf die Zukunft. #1172 Wir wollen den vorsorgenden Sozialstaat, der Sicherheit, Teilhabe und gleiche Lebenschancen gewährleistet.
#1173Wir wollen bessere Bildung für alle in einer kinder- und familienfreundlichen Gesellschaft.
#1174Die Geschichte hat uns gelehrt: Nicht Systeme, sondern Menschen ändern die Verhältnisse.
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